AFBÖ-Präsident Eschlböck über das Erfolgsrezept
Österreichs Football-Nationalteam will in Wolfsberg den Aufstieg schaffen. AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck über das Erfolgsrezept.

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Österreich stieg in die B-Gruppe der Europameisterschaft auf, will jetzt in Wolfsberg gleich weiter in der A-Gruppe. Österreichs Amateur-Football-Klubs zählen zu den besten Europas. Gibt es ein geheimes Rezept?
MICHAEL ESCHLBÖCK: Ganz salopp gesagt: Geld verdirbt den Charakter. Und macht relativ schnell satt. Dafür gibt es hunderte Beispiele in anderen Sportarten. Amateur kommt von "amare" - und wir "lieben" es, gut zu sein und besser zu werden. Deshalb opfern die österreichischen Spieler ihre gesamte Freizeit, nehmen für die EM in Wolfsberg zwei Wochen Urlaub, fahren auf eigene Kosten zu den Spielen und, und, und. . .
Die Erfolge sprechen für sich. Der Anspruch wird größer. Ihr wollt in die A-Gruppe. Da warten dann Kaliber wie Deutschland oder England - Länder, in denen es Profi-Football gibt. Ist die A-Gruppe dann nicht eine Nummer zu groß, ist Österreich dort nicht von Anfang an nur der Prügelknabe?
ESCHLBÖCK: Nein, das glaube ich nicht. Es kommt bei so einem Turnier immer viel auf das erste Spiel an. Genauso wie jetzt am Dienstag gegen Italien. Gastgeber Deutschland wird nächstes Jahr bei der A-EM das erste Spiel gegen den Aufsteiger der B-Gruppe bestreiten. Falls wir aufsteigen, freue ich mich schon auf diese Begegnung. Deutschland ist nach wie vor die Nummer eins in Europa.
Die NFL Europe ist gescheitert, der Football-Fan blickt in erster Linie doch andachtsvoll nach Amerika. Wo müsste sich Europas Spitzenfootball in Amerika einreihen?
ESCHLBÖCK: Ich denke qualitativ im Bereich des College-Footballs. Freilich nicht in der Top-Liga, aber sicher in der zweiten Liga des College-Footballs. Der Sport in Amerika ist ganz anders organisiert als in Europa, wo diskutiert wird, ob eine Turnstunde in der Woche nicht ausreicht. In den US-Colleges wird zwei Stunden täglich trainiert. Bis zum Profitum wird der Sport in den USA hauptsächlich von den Schulen getragen und nicht von den Vereinen.
Wer gewinnt in der kommenden Saison die SuperBowl?
ESCHLBÖCK: Mein Favorit sind heuer New England Patriots.
INTERVIEW: GERHARD HOFSTÄDTER













