Schwimmendes Multitalent Mirna Jukic in Aktion
Jetzt wird es ernst: Mirna Jukic (23) schwimmt diese Woche in Rom um WM-Medaillen.

Foto © GEPA/Montage: Kleine Zeitung DIGITALMirna Jukic
Palmen haben viele zu Hause. Die wenigsten aber haben eine, die nach ihnen benannt ist. Mirna Jukic schon - und mit der "Mirna-Palme" im Wiener Palmenhaus eine ganz besondere: Schließlich nahm diese den Platz der "Sisi-Palme" ein - die Palme der Kaiserin war schlicht zu groß geworden. Diese Woche soll Jukic über sich hinauswachsen, in ihrem ureigensten Metier, dem Schwimmen. Die 23-Jährige ist Österreichs größte Hoffnung auf WM-Medaillen in Rom. Eine Rolle, die sie gewohnt ist, seit sie 1999 mit ihrem Vater Zeljko aus den Kriegswirren in Kroatien nach Österreich kam.
Haupt- und Nebenrollen
Aber auch wenn Schwimmen - neben der Familie mit dem Trainer-Papa, Bruder Dinko und Mama Mirela, die nach wie vor in Kroatien lebt - derzeit noch die Hauptrolle in Jukics Leben spielt, ist der Sport beileibe nicht die einzige Rolle. Denn Jukic ist von ihren Eltern nicht nur auf Schwimmen gedrillt worden, sondern auch und vor allem darauf, über den Beckenrand hinaus zu schauen. Denn das "Muster an Integration", als das sie Politiker gerne bezeichnen, absolvierte nicht nur die Matura mustergültig, sondern legt auch im Publizistik-Studium Rekordtempo vor. Weil der begeisterten Facebook-Userin und Neo-Bloggerin (www.mirnajukic.at) bewusst ist, dass die sportlichen Lorbeeren irgendwann welken werden. Wann sie den Badeanzug gegen einen Job tauscht, steht noch nicht fest - nur will sie dann gut darauf vorbereitet sein.
Ebenso gut, wie sie sich auf die Schwimm-WM vorbereitet hat, wo sie für Österreich um Medaillen schwimmt. In ihrem Herzen hat aber auch ihre Heimat Kroatien noch seinen Platz - und so rührt Jukic in ihrer Handball-verrückten Heimat Kroatien eifrig die Werbetrommel für die Europameisterschaft 2010 in Österreich - und wird dort dem kroatischen Team als Betreuerin und Dolmetscherin zur Seite stehen. Jukic zählt zu den Sportlern, die etwas zu sagen haben, wenn sie reden. Nur über Privates spricht sie ungern. Mit ein Grund, warum die Liaison zu Österreichs Nummer eins im Tennis, Jürgen Melzer, lange unter der Wasseroberfläche blieb, um im Jargon zu bleiben. Weil Jukic lieber ist, dass jenes "Traumpaar", über das die Öffentlichkeit spricht, ihre goldene Beziehung zum Wasser ist.














