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Zuletzt aktualisiert: 24.07.2009 um 21:41 UhrKommentare

Anti-Doping-Funktionär bestätigt fünf jamaikanische Fälle

Ein Funktionär der jamaikanischen Anti-Doping-Agentur hat die fünf positiven Dopingproben am Freitag bestätigt.

Asafa Powell soll nicht dabei sein

Foto © GEPAAsafa Powell soll nicht dabei sein

"Ich kann bestätigen, dass fünf Athleten auf eine unwesentliche Substanz getestet wurden, weitere Stellungnahmen werden folgen", erklärte ein Funktionär, der anonym bleiben wollte, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Dopingproben stammen allesamt von den nationalen Meisterschaften im Juni, keiner der Betroffenen sei ein Star der Olympischen Spiele in Peking.

Auch Weltverband IAAF bestätigte

Wie der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hat am Freitagabend bestätigte, gab es bei den nationalen Meisterschaften in Kingston im vergangenen Monat fünf positive Proben. "Wir versuchen, Unterlagen über die Tests zu bekommen", sagte IAAF-Sprecher Nick Davis. Allerdings nannte er weder die Namen der betroffenen Athleten noch der verbotenen Substanz. Es handle sich um vier Männer und eine Frau, sagte Davies weiter.

Alle Athleten gehören nach jamaikanischen Medienberichten zum 46-köpfigen Aufgebot für die Weltmeisterschaften vom 15. bis 23. August in Berlin. Es soll sich um jeweils zwei Männer der 4-x-100- und der 4-x-400-Staffel handeln sowie um eine Frau der Sprintstaffel. Das Quintett sei in Kingston unter den sechs Ersten in den Sprintwettbewerben gewesen. Der Fall ist bereits zu einem Politikum geworden: Jamaikas Premierminister Bruce Golding hat ein Treffen mit den Leichtathletik-Spitzenfunktionären einberufen, um die Diskussion zu klären, wie Regierungssprecher Ken Jones sagte.

Triple-Olympiasieger Usain Bolt betonte im Rahmen des Super-Grand-Prix-Meetings in London, dass er "nicht beunruhigt" sei. Ein Freund habe ihn angerufen und gesagt, dass es positive Tests geben könnte. "Ich bin nicht besorgt, das ist nichts von Bedeutung. Was ich gehört habe, war ein Gerücht, das war nicht Wahres. Ich weiß über die Fälle nichts", sagte der Weltrekordhalter über 100 und 200 m.

Athleten aus WM-Team genommen

Alle betroffenen fünf Athleten seien aus dem WM-Team genommen und zu einem Hearing nach Jamaika zitiert worden, erklärte ein jamaikanischer Funktionär. Die nachgewiesene Substanz sei kein anaboles Steroid, sondern eine "unbedeutende Substanz". Bei einer guten Erklärung im Rahmen des Hearings könnten die Sprinter mit einer Ermahnung davonkommen, mutmaßte der Funktionär. Zwei der positiv Getesteten sind Mitglied im neu gegründeten "Racers Track Club", dem auch Weltrekordler Usain Bolt angehört. Bolt-Trainer Glen Mills ist in dem Club ebenfalls aktiv.


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