Basketball: Frankreichs NBA-Stars erwarten ÖBV-Herren
Gleich zum Auftakt am Freitag (20.30) bekommt es das ÖBV-Team mit Frankreich zu tun, in dessen 14-Mann-Kader nicht weniger als sieben NBA-Spieler aufscheinen.

Foto © GEPATony Parker
Auf Österreichs Basketball-Herren warten bei einem Turnier in Straßburg am Wochenende wahrlich große Kaliber. Belgien am Sonntag (15.00) bietet sogar einen regierenden NBA-Champion auf. Samstag-Gegner Tschechien (18.00) ist ebenfalls eine A-Nation.
"Sehr viel lernen"
Angeführt von Tony Parker, mit den San Antonio Spurs dreifacher NBA-Gewinner und 2007 als erster Europäer zum MVP (bester Spieler) des Finales gekürt, finden sich im Aufgebot der "Grande Nation" auch Boris Diaw, Alexis Ajinca (beide Charlotte Bobcats), Ronny Turiaf (Golden Satte Warriors), Nicolas Batum (Portland Trailblazers), Johan Petro (Denver Nuggets) und Joakim Noah (Chicago Bulls). Dazu kommt der in diesem Sommer von den Spurs gedraftete Nando De Colo, künftig gemeinsam mit Florent Pietrus bei Valencia unter Vertrag und damit ebenso wie Joseph Gomis (Malaga) in der spanischen ACB tätig, der nach der NBA zweitstärksten Liga der Welt.
Es sei eine "tolle Herausforderung, gegen solche Top-Spieler antreten zu dürfen", fiebert ÖBV-Center Heinz Kügerl (Kapfenberg Bulls) dem Aufeinandertreffen mit den Franzosen entgegen. Man könne dabei nicht nur "sehr viel lernen", sondern vielleicht auch "das ein oder andere abschauen". Ähnlich sieht es Guard Hannes Ochsenhofer (Oberwart Guners). Es sei eine "große Ehre", sich mit Spielern dieser Klasse messen zu dürfen. "Nichtsdestotrotz sollte das Motto lauten: Respekt ja, Angst nein", gibt sich "Haxi" durchaus unerschrocken.
Faktum ist: Gegen ein derart prominent besetztes Team ist Österreich nie zuvor angetreten. Teamchef Neno Asceric, dessen Frankreich-Kontakte (er hat für Racing Paris, Le Mans, Hyeres Toulon und Vichy gespielt) die Teilnahme an dem Turnier ermöglicht haben, gab das Motto aus: "Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen." Das ÖBV-Team werde in Straßburg "Erfahrung sammeln, die uns in den folgenden Qualifikationsspielen sehr helfen wird". Asceric selbst freut sich auch darauf, im Elsass viele Freunde wiederzusehen. So ist der französische Teamchef Vincent Collet sein früherer Clubtrainer bei Le Mans. Gegen Parker, Diaw und Florent Pietrus hat Asceric noch selbst gespielt.
Kontrahent
Sogar mit einem amtierenden NBA-Champion kommt Belgien direkt von einem Trainingslager in Dallas (Texas) nach Straßburg. Der Sonntag-Gegner der ÖBV-Auswahl hat Didier Ilunga-Mbenga von den L.A. Lakers in seinen Reihen. Der aus dem Kongo stammende Center darf immerhin auf drei Kurzeinsätze im NBA-Finale 2009 zurückblicken. Zu prominenten belgischen Spielern zählen außerdem Axel Hervelle und Tomas Van Den Spiegel, beide bei Real Madrid unter Vertrag.
Tschechien, Kontrahent des ÖBV-Teams am Samstag, hat bereits ein Turnier in den Beinen und dabei drei Siege gelandet. In Bormio setzte sich das Team aus dem Nachbarland vergangene Woche gegen Schweden, Senegal und zum Abschluss auch gegen Gastgeber Italien durch.
Zu dem Turnier nach Straßburg reisen folgende 14 ÖBV-Spieler: David Jandl, Thomas Schreiner, Martin Speiser (alle UBC St. Pölten), Peter Hütter, Matthias Mayer (beide Swans Gmunden), Davor Lamesic (WBC Wels), Alexander Nunner (Fürstenfeld Panthers), Heinz Kügerl (Kapfenberg Bulls), Hannes Ochsenhofer (Oberwart Gunners), Christoph Nagler (Dukes Klosterneuburg), Matthias Dockner (BasketClubs Vienna), Jason Detrick (GBC San Sebastian/ ESP), Kevin Payton (zuletzt University of Minnesota/USA-NCAA), Stjepan Stazic (zuletzt Universitet Surgut/RUS).













