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    Zuletzt aktualisiert: 16.06.2009 um 13:49 UhrKommentare

    Freispruch für ÖESV-Sportkoordinator Marek Stanuch vom Betrugsvorwurf

    Der Sportkoordinator des Österreichischen Eisschnelllauf-Verbands (ÖESV), Marek Stanuch, ist am Dienstag im Wiener Straflandesgericht vom Vorwurf des schweren gewerbsmäßigen Betrugs freigesprochen worden.

    Marek Stanuch

    Foto © GEPAMarek Stanuch

    Er hatte 2002 und 2003 regelmäßig Spesenabrechnungen für Veranstaltungen eingereicht, die sich zeitlich überschnitten. Weil es Staatsanwältin Angelika Nussbaumer schwer vorstellbar schien, dass der 47-Jährige zugleich an zwei oder gar drei verschiedenen Orten sein konnte, hatte sie einen Strafantrag eingebracht. Inkriminierte Schadenssumme: 11.021 Euro.

    24 ähnliche Fälle. Während Stanek etwa bei der Hochzeit der ehemaligen österreichischen Parade-Eisläuferin Emese Hunyady zugegen war, soll er laut seinen Unterlagen am selben Tag an einer Veranstaltung in Heerenveen teilgenommen und dafür Geld bekommen haben. Oder er verrechnete Spesen für einen Lehrgang in Italien, während er zur selben Zeit in Den Haag ein Seminar besucht haben will und dafür dem ÖESV ebenfalls Kosten für Anreise und Verpflegung in Rechnung stellte. Insgesamt 24 ähnliche Fälle waren im Strafantrag aufgelistet.

    Interne Abrechnungen. Der ÖESV fühlte sich allerdings keineswegs hinters Licht geführt, wie der damalige Präsident Manfred Zojer, der mittlerweile wieder an der Verbands-Spitze steht, als Zeuge erklärte: "Wir haben gewusst, dass der Marek nicht überall dabei sein kann." Bei den geleisteten Zahlungen - die Bezeichnung "doppelte Verrechnung" wies Zojer scharf zurück - habe es sich um "interne Abrechnungen, die der Vorstand im Vorhinein oder nachträglich genehmigt hat" gehandelt.

    Projekte initiiert. "Das waren Ausgleichszahlungen für erbrachte Leistungen, die er über seine normale Arbeit hinaus erledigt hat", verteidigte der Präsident seinen Sportkoordinator. Stanuch habe die Seminare und Lehrgänge vorbereitet und betreut, viele Projekte initiiert, und dafür wäre ihm ein Entgelt zugestanden: "Alle diese Sachen haben ja stattgefunden! Er hat mehr geleistet, als überhaupt möglich war. Er hat den gesamten österreichischen Eisschnelllauf-Sport im In- und Ausland vertreten."

    Kein schlechtes Gewissen. "Honorare wurden also über die Verpflegungskosten abgerechnet", fasste Richter Georg Olschak zusammen. Der Angeklagte bemerkte darauf: "Ich habe kein schlechtes Gewissen bei dieser Sache." Er habe sich bei zeitgleichen mehrtägigen Veranstaltungen ja bemüht, an beiden zumindest kurz anwesend zu sein, sagte Stanuch. So sei er etwa mit dem Auto von Innzell nach Groningen gefahren oder von Berlin nach Erfurt.

    "Geschlossenen Ordner". Zur Anzeige gebracht hatte die Causa Hermann Filipic, ÖESV-Präsident von März 2004 bis September 2006. Dieser gab in seiner Zeugeneinvernahme zu Protokoll, er habe bei seinem Amtsantritt einen "geschlossenen Ordner" mit Stanuchs Abrechnungen entdeckt: "Mir war klar, dass es sich dabei um eine fiktive Sache handelt." Weiters behauptete Filipic, er habe feststellen müssen, dass von einem ÖESV-Konto 542.000 Euro behoben worden waren: "Belege haben wir keine gefunden."

    Unruhe. Daraufhin brach im Verhandlungssaal Unruhe aus. Zojer und dessen Begleiter bedachten Filipic mit unschönen bis deftigen Ausdrücken. Unter anderem fiel die Bezeichnung "Kretz'n", worauf der Richter der aktuellen ÖESV-Spitze den Saalverweis androhte.

    Freispruch. Begründet wurde der Freispruch damit, dass weder Schädigungsabsicht noch Bereicherungsvorsatz nachgewiesen werden konnten. Lediglich Verpflegungskosten von rund 600 Euro wären nicht erklärbar. Dieser Betrag sei allerdings derartig gering, dass inzwischen Verjährung eingetreten sei, erklärte der Richter. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. Die Staatsanwältin gab vorerst keine Erklärung ab.


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