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Zuletzt aktualisiert: 14.06.2009 um 18:00 UhrKommentare

Vier JWBL zum Auftakt der Golden-League-Abschiedstournee

Beste Leistungen in Berlin durch Friedrich, Isinbajewa, Richards und Choge. Vlasic aus dem Rennen um sechs Siege.

Blanka Vlasic

Foto © APBlanka Vlasic

Drei der vier heißesten Anwärter auf den 1-Million-Dollar-Jackpot bleiben nach dem ersten von sechs Golden-League-Meetings der Leichtathleten im Rennen. Ausgeschieden ist zum Auftakt in Berlin Hochspringerin Blanka Vlasic aus Kroatien, die sich mit 2,03 m der Deutschen Ariane Friedrich geschlagen geben musste, die mit 2,06 m JWBL aufstellte.

Überfliegerin. Im Olympiastadion gab es vor 63.896 Zuschauern weitere drei Jahres-Weltbestleistungen - durch die russische Stab-Überfliegerin Jelena Isinbajewa mit für sie bescheidenen 4,83 m, 400-m-Läuferin Sanya Richards aus den USA mit 49,57 Sekunden und durch den Kenianer Augustine Kiprono Choge über 1.500 m mit 3:29,47 Minuten. Den Superstars Isinbajewa, Richards und Kenenisa Bekele (ETH/5.000 m in 13:00,76 Min.) werden die noch erforderlichen Siege in den kommenden fünf Golden-League-Veranstaltungen am ehesten zugetraut.

Rekord. Mit einem "Steilflug" zum deutschen Rekord von 2,06 Meter hat Friedrich das letzte Golden-League-Meeting in Berlin glanzvoll gekrönt und ihrer Dauerrivalin Vlasic einen gehörigen Schock versetzt. 62 Tage vor dem Start der Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Olympiastadion löschte die 25-Jährige am Sonntag den fast 18 Jahre alten Rekord von Heike Henkel aus. "Wir haben heute extrem gepokert. Das ist auch ein Signal an die Konkurrenz, dass sie mit mir zu rechnen haben", meinte Friedrich, die sich am Weltrekord der Bulgarin Stefka Kostadinowa versuchte, jedoch an den 2,09 Meter scheiterte.

Noch nicht in Form. Weltmeisterin Vlasic gratulierte ihrer Konkurrentin, die ihr im Vorjahr auf der sechsten Golden-League-Station eine bittere Niederlage beigebracht und damit den Jackpot-Anteil noch vermasselt hatte, fair. "Aber ich bin noch nicht 100-prozentig in Form", sagte die Kroatin, die mit 2,03 Metern und Platz zwei durchaus zufrieden war. "Es hat Spaß gemacht, hier zu springen - aber das Timing war schlecht: Sonst schlafe ich immer zwischen eins und vier..."

Geldkoffer. Die Athleten - unter ihnen vier Olympiasieger und sechs Weltmeister - machten bei der vierstündigen "Mini-WM" Lust und Laune auf die 12. Weltmeisterschaften vom 15. bis 23. August im gleichen Stadion. Die Abschiedstournee der Golden League, die im kommenden Jahr von der Diamond League abgelöst wird, bietet nochmals den Gold-Jackpot von einer Million Dollar. Aber nur wer in allen sechs Meetings seine Disziplin gewinnt, darf sich am Ende aus dem Geldkoffer bedienen. Die weiteren Stationen sind Oslo (3. Juli), Rom (10. Juli), Paris (17. Juli), Zürich (28. August) und Brüssel (4. September).

Ergebnisse. Über die wenig prominent besetzten 100 m setzte sich Daniel Bailey aus Antigua in 10,03 Sekunden durch, bei den Frauen siegte die Jamaikanerin Kerron Stewart in 11,00 Sekunden. Die Deutsche Nadine Kleinert hatte zum Auftakt des Meetings mit 19,39 m das Kugelstoßen gewonnen, im Diskusbewerb setzte sich Olympiasieger Gerd Kanter (Estland/67,88) vor dem Olympia-Zweiten Piotr Malachowski (Polen/67,70) durch. Im ewigen nordischen Duell mit dem Speer besiegte Weltmeister Tero Pitkämäki aus Finnland mit 86,53 Olympiasieger Andreas Thorkildsen aus Norwegen (85,48).


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