Lennox Lewis in Hall of Fame - Kein Rematch gegen W. Klitschko
Der Brite schloss ein Comeback aus.

Foto © APLennox Lewis
Mit der Aufnahme in die Hall of Fame hat sich der ehemalige britische Schwergewichts-Weltmeister Lennox Lewis endgültig vom aktiven Boxsport verabschiedet und einem Rematch gegen Witali Klitschko eine Absage erteilt. "Er soll ruhig weiterträumen. Warum sollte ich nach sechs Jahren noch einmal boxen?", fragte der 43-Jährige in einem Interview der "Welt am Sonntag". Sein letzter Kampf am 21. Juni 2003 sorgte für Diskussionen, als er durch einen Kampfabbruch wegen mehrerer Platzwunden seines Gegners Witali Klitschko umstritten siegte. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag der Ukrainer bei den drei Punktrichtern in Führung.
Comeback. "Ich war der beste Schwergewichtler meiner Zeit, habe die jahrzehntelange amerikanische Dominanz gebrochen, bin nach Rocky Marciano und Gene Tunney der erst dritte Schwergewichts-Weltmeister, der als Champion abgetreten ist. Das ist bedeutend für mich. Das ist Historie." Selbst bei einem hohen Millionen-Angebot für sein Comeback will Lewis standhaft bleiben: "Sicher würde man für mich eine Menge Geld hinlegen, doch niemals so viel, dass ich mir diese Fron wieder antun würde."
Kampf. Seine letzte echte Herausforderung sei Mike Tyson gewesen: "Als er in der achten Runde fertig war, gab es für mich nichts mehr zu beweisen. Gegen ihn zu kämpfen, war ein Muss. Hätte ich das nicht getan, hätten die Menschen immer gesagt: Ja, Lennox war gut, aber er hat nie Tyson geschlagen." Der Klitschko-Kampf war nur der "Punkt aufs i". "Er hat mich teilweise beleidigt, mich nie als Mann bezeichnet. Er kommt nicht aus meiner Ära." Klitschko könne froh sein, dass der Kampf abgebrochen wurde. "Er hatte fünf Risse im Gesicht, und zwar nicht vom Ringrichter. Ich hätte auf seine Gesundheit keine Rücksicht nehmen können und die stand ernsthaft auf dem Spiel. Ich hätte ihn ausgeknockt."
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Witali Klitschko Foto © GEPA













