Österreich bei WM nur noch durch Doppel Liu/Li vertreten
Liu Jia wie Gardos in 3. Runde out. Auch Habesohn/Presslmayer, Gardos/Li nicht mehr dabei. Sharara weiter ITTF-Präsident.

Foto © GEPARobert Gardos
Das österreichische Tischtennis ist bei den 50. Individual-Weltmeisterschaften in Yokohama nur noch durch das Damen-Doppel Li Qiangbing/Liu Jia vertreten. Das Duo von Linz AG Froschberg bestreitet am Samstag ab 4.45 Uhr MESZ gegen die Südkoreanerinnen Kim Kyung Ah/Park Mi Young sein Achtelfinale. Ausgeschieden sind hingegen in Einzelrunde drei Liu Jia und Robert Gardos sowie in der zweiten Runde in Doppel bzw. in der dritten Mixed-Runde Daniel Habesohn/Bernhard Presslmayer und Gardos/Li.
Widerstand. Eher unerwartet kam das 1:4 von Liu Jia gegen Yu Meng Yu. Die Weltranglisten-33. aus Singapur hatte bei vielen langen Ballwechseln im Spielverlauf immer öfter das bessere Ende für sich. Nachdem Liu in Satz vier nach einem 4:7 mit 10:7 in Führung lag und diesen doch noch verlor, war ihr Widerstand gebrochen. "Ich weiß nicht, was los war", meinte die 27-Jährige. "Aber ich hatte große Konzentrationsprobleme und konnte das Spiel nicht aktiv gestalten. Ich konnte immer nur reagieren, nie agieren."
Außenseiter. Durch das früh angesetzte Doppel hätte Liu nicht ausreichend Schlaf gehabt, ihre Beine seien schwer gewesen. Im Doppel freilich hatte es an der Seite von Li gegen das Hongkong-Duo Lau Sui-fei/Yu Kwok-see mit einem 4:2 geklappt. Gegen die als Nummer vier gesetzten Kim/Park sind Liu/Li nun aber Außenseiter, die Koreanerinnen haben von den Weltmeisterschaften in Zagreb 2007 immerhin eine Bronze-Medaille zu verteidigen.
Publikum. Gleich doppelt ausgeschieden ist Gardos. Im Einzel hatte der 30-Jährige gegen den aufstrebenden Lokalmatador Kenat Matsudaira einen schweren Stand, der Japaner hatte schon in Runde zwei überraschend den südkoreanischen Weltranglisten-Zwölften Oh Sang Eun ausgeschaltet. Der 18-Jährige bot, angetrieben vom eigenen Publikum, eine bemerkenswerte Leistung und zeigte auch in brenzligen Situationen erstaunliche Coolness.
Duell. Im Eröffnungssatz hatte Gardos eine 6:2-Führung aus der Hand gegeben, nach einem geschickt genommenen Time-out Matsudairas in Satz sechs machte der ÖTV-Profi nach einem 6:7-Zwischenstand keinen Punkt mehr. "Matsudaira war im Kurz-Kurz-Spiel über dem Tisch einfach besser, dadurch konnte ich nicht wie gewünscht das Spiel bestimmen", erläuterte Gardos. "Sein Service ist sehr unangenehm. Ich war überrascht, wie sicher er in den Rückhand-Duellen gespielt hat."
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