Luxemburger Andy Schleck ist Solosieger in Lüttich
Er hatte mehr als eine Minute Vorsprung auf den Spanier Rodriguez.

Foto © GEPAAndy Schleck
Der Luxemburger Andy Schleck hat sich am Samstag den Sieg im ältesten Radklassiker gesichert. Der 23-jährige Profi aus dem Team Saxo Bank gewann die 95. Auflage des 1892 erstmals gefahrenen Rennens Lüttich-Bastogne-Lüttich nach einer Solofahrt auf den letzten knapp 20 Kilometern. Der beste Jungprofi der vergangenen Tour de France setzte sich nach 261 Kilometern und elf Anstiegen rund 70 Sekunden vor dem Spanier Joaquim Rodriguez durch, Ex-Gewinner Davide Rebellin (Italien) führte rund fünf Sekunden danach die Verfolgergruppe über die Ziellinie in Ans oberhalb von Lüttich.
Attacke. Andy Schleck, der Vorjahrs-Vierte, sprang für seinen im Vorjahr drittplatzierten und erfahreneren Bruder Fränk in die Bresche, der nach einem Sturz noch Rückstand hat. Er reagierte auf dem vorletzten Anstieg, der Cote de la Roche aux Faucons, auf eine Attacke von Philippe Gilbert aus dem belgischen Silence-Rennstall, schloss 20 Kilometer vor dem Ziel zu dem Lokalmatador auf und setzte sich wenig später ab. Der Zweite des Fleche Wallonne am Mittwoch ließ sich von den uneinigen Verfolgern den Sieg nicht mehr entreißen. "Ich habe mich die ganze Woche sehr stark gefühlt, diesen Sieg habe ich verdient", erklärte der Gesamt-Zweite des Giro d'Italia 2007.
Klassiker. Der im Vorjahr fünfplatzierte Steirer Christian Pfannberger, der sich in den ersten zwei Klassikern des Ardennen-Triples gut in Szene gesetzt hatte (9. im Amstel Gold Race, bei Fleche Wallonne bis 3 km vor dem Ziel in sechsköpfiger Spitzengruppe), fuhr erneut stark. Der Katjuscha-Profi erreichte aber diesmal keine vordere Platzierung.













