Oxford gewinnt 155. "Boat Race" gegen Cambridge
Beim 155. "Boat Race" auf der Themse setzte sich Oxford klar gegen Cambridge durch.

Foto © ReutersOxford Team
Oxford gegen Cambridge, das ist so wie Real Madrid gegen den FC Barcelona oder Rafael Nadal gegen Roger Federer - Rivalität pur. Nicht auf dem Fußball- oder Tennisplatz, sondern auf der Londoner Themse. Im Jahre Schnee, sprich 1845, duellierten sich die beiden Elite-Universitäten das erste Mal, gestern ging das bereits 155. Kräftemessen auf der 6,8 Kilometer langen Strecke zwischen den Londoner Stadtteilen Putney und Mortlake über die Bühne. Der Preis: Ehre und Ruhm.
250.000 Fans. Auf die Engländer wirkt das traditionelle Ruder-Duell elektrisierend und so wundert es nicht, dass auch gestern wieder 250.000 Fans das Ufer säumten und das rund 17-minütige Spektakel verfolgten. Genau genommen waren es 16:58-Minuten, ehe die acht Kraftpakete von Oxford als klarer Sieger (drei Bootslängen Vorsprung) mit hochgerissenen Armen die Ziellinie passierten. Damit bestätigten die "Dark Blues" (Oxford) auch ihre Favoritenrolle. Diese wurden ihnen aufgrund der Tatsache, dass vier ihrer acht Hoffnungsträger 2008 sogar bei den Spielen in Peking um olympisches Edelmetall ruderten, zugesprochen. Zudem brachten die Mannen von Oxford ein Durchschnittsgewicht von 99,7 kg auf die Waage und stellten damit den bisher schwersten Achter in der langen Geschichte des "Boat Race." Ein zusätzlicher Vorteil, wie sich zeigte.
Einen Zahn zugelegt. Denn Herausforderer Cambridge konnte trotz der durch Losentscheid bevorteilten linken Startseite nach einer kurzen Führung nur bis knapp vor der Rennhälfte das Duell offen halten. Dann schwanden aber die Kräfte, Oxfords Hünen legten hingegen noch einen Zahn zu und ließen die "Light Blues" (Hellblauen) alt aussehen. Damit setzten die Dunkelblauen ihre jüngste Überlegenheit fort, feierten den vierten Sieg in den letzten fünf Aufeinandertreffen und verkürzten in der Gesamtbilanz auf 75:79.













