Olympia-Sechster Röthlin erlitt Lungenembolie
Angriff auf Europarekord bei London-Marathon abgesagt.

Foto © ReutersViktor Röthlin
Der Schweizer Marathonläufer Viktor Röthlin hat sich im Trainingslager in Kenia eine Lungenembolie zugezogen. Der Olympia-Sechste von Peking darf nun mindestens vier Wochen keinen Sport ausüben. Damit muss der 34-Jährige auf den London-Marathon am 26. April, wo er den Europarekord angreifen wollte, verzichten. Den vorgesehenen Marathon im Herbst (Berlin oder New York) will der WM-Dritte von 2007 jedoch laufen, falls es der Genesungsprozess zulässt.
Entzündung. Röthlin war am Wochenende nach Auftreten von Lungenentzündungs-Symptomen von Kenia in seine Heimat gereist, wo nun die Embolie festgestellt wurde. Als Ursache für die Lungenembolie mit begleitender Lungenentzündung und Flüssigkeitsansammlung im Brustraum konnte eine Thrombose im Bereich der rechten Beckenvene ermittelt werden.
Verdünnung. Röthlins Blut wird nun während sechs Monaten verdünnt, die Lungenentzündung wird weiterhin antibiotisch behandelt. Eine sechsmonatige Therapie ist heute der Standard. Trotz der Blutverdünnung kann der Sport ganz normal betrieben werden, sie stellt nur bei Kontaktsportarten ein Problem dar.













