Olympia-Zweiter Paischer verpasste in Paris knapp das Finale
Der Salzburger verlor das Semifinale nach Kommission-Entscheid.

Foto © GEPALudwig Paischer
Judoka Ludwig Paischer hat bei seiner ersten
Standortbestimmung in diesem Jahr beim prestigeträchtigen Großturnier
in Paris-Bercy den Sprung ins Finale knapp verpasst. Für den
Olympia-Zweiten war beim erstmals als Grand Slam ausgetragenen
Judo-Event in der französischen Hauptstadt im Semifinale gegen den
Georgier Amiran Papinaschwili Endstation. Für Sabrina Filzmoser war
das Turnier ihrem internationalen Comeback hingegen bereits nach dem
ersten Kampf beendet.
Finale knapp verpasst.
Paischer, der bereits 2005 in Paris gewonnen hatte, hatte sich in
der Klasse bis 60 kg mit drei Siegen ins Semifinale vorgekämpft. Dort
machte ein Entscheid der Technischen Kommission die Final-Hoffnungen
zunichte. Nach einem Videostudium wurde Papinaschwili die schließlich
entscheidende Yuko-Wertung zugesprochen, der Kampfrichter hatte diese
nicht angezeigt.
Erzürnt.
Paischer, der zuletzt sechs Wochen in Asien trainiert hatte, war
nach dem Aus dementsprechend erzürnt. "Es war eher eine Wertung für
mich. Ich hätte nie geglaubt, dass ich den Kampf verlieren könnte",
meinte der Silbermedaillengewinner von Peking, der seinen Fokus auf
die EM in Tiflis im April und die WM in Rotterdam im August gerichtet
hat. Als Dritter kassierte der 27-Jährige immerhin 1.500 Dollar
Preisgeld, welches erstmals bei Judo-Turnieren vergeben wurde.
Rasches Aus für Filzmoser.
Bereits nach dem ersten Kampf Endstation war hingegen für
Filzmoser, die in der Klasse bis 57 kg ihren Titel aus dem Vorjahr zu
verteidigen hatte. Die Oberösterreicherin verlor gegen die
Südkoreanerin Ji-Hye Myung 1:2 nach Verwarnungen. Für Filzmoser war
das Antreten in der französischen Hauptstadt aber das internationale
Comeback nach ihrer Mittelfußoperation Ende November, dementsprechend
gering war auch die Enttäuschung.
"Leer". "Es war das erste Antreten seit Olympia, ich war noch nicht ganz
da", meinte Filzmoser. "Ich habe gemerkt, dass ich nach der Hälfte
des Kampfes leer war." Nächste Station für die 28-Jährige ist nun der
Heim-Weltcup in der Wiener Stadthalle am kommenden Wochenende.













