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    Zuletzt aktualisiert: 10.01.2009 um 21:58 UhrKommentare

    Rodeln: Lee und Yang machen große Augen

    Österreich, Italien und Russland dominieren auch die Rennen in St. Sebastian. Ein Steirer hilft aber mit, dass der Olympiasieger 2022 vielleicht aus Süd-Korea kommt.

    Die Sieger Pawel Porschnev und Ivan Lazarev

    Foto © GEPADie Sieger Pawel Porschnev und Ivan Lazarev

    Ein Traum ist für sie wahr geworden: Jeeno-Il Lee und Hyun Min Yang sind zum ersten Mal bei einem Weltcup-Rennen der Naturbahnrodler. Lee (18) und Yang (29) kommen aus Süd-Korea und sind in St. Sebastian die großen Exoten. Am 2. Jänner 2009 sind zum allerersten Mal auf einer Rodel gesessen, und so wird der Traum schnell zum Albtraum. Beim ersten Versuch sind sie nur bis zu ersten Kurve der 1050 Meter langen Eis-Bahn gekommen. Bis Sonntag haben sie es nie ins Ziel geschafft, weswegen die Koreaner von der Rennleitung keine Starterlaubnis bekamen - Lebensgefahr.

    Trainigsgruppe. Jeder Österreicher, der einmal auf einer ganz normalen Rodel gesessen ist, würde die Koreaner locker abhängen", schmunzelt Karl Flacher. Der 67-jährige Obersteirer betreut die beiden Wagemutigen, die in seiner Trainingsgruppe gemeinsam mit Bosniern, Bulgaren, Rumänen, Ungarn, Kanadiern und Engländern an die Spitze herangeführt werden. Hintergrund: Der Weltverband FIL braucht möglichst viele Mitgliedsländer, irgendwann will man ja auch olympisch werden.

    Schon einiges erlebt. Flacher, seit 1952 im Rodelsport und selbst mehrfacher Staatsmeister, hat schon einiges erlebt: Er coachte Russen (bis sie nach dem WM-Titel nicht mehr als Exoten galten), Brasilianer und sogar einen Inder. Der sah in Österreich erstmals Schnee, zeigte viel Talent, wurde aber später in seiner Heimat als Krimineller erschossen. Nächstes Ziel von Flacher ist Neuseeland, wo er im Vorjahr schon eine passable Trainingsbahn entdeckt hat. Nach Südkorea will er im Sommer auch. "Mit Rollen-Rodeln", grinst der Aflenzer. "Zum Üben."

    Lachen. Zum Lachen ist ihm nicht immer zu Mute: Beim Training in St. Sebastian hat sich eine 15-jährige Sportlerin aus Bosnien nach einem Fahrfehler mit der messerscharfen Kufe den Daumen abgetrennt. Ein Bulgare hat sich den Knöchel gebrochen. "Diese Bahn ist halt extrem schwer", weiß Flacher. Auf die Topzeiten der Elite schaut er deshalb nicht. "Ich bin zufrieden, wenn meine Leute vom Start bis ins Ziel kommen - ohne dass ich zittern muss."

    Ohne Zittern. Ohne Zittern rasten am Samstag die Russen Porschnev/Lazarev zum Sieg im Doppelsitzer-Bewerb, das Obdacher Schopf-Duo wurde Vierter. Bei den Damen führt nach Lauf eins Renate Gietl (ITA), Melanie Batkowski (AUT) lauert auf Platz drei. Österreichs Herren wollen am Sonntag(ab 10 Uhr) die große Show bieten: Gerald Kammerlander fuhr im gestrigen Training Streckenrekord, die Steirer Gernot Schwab (2.), Michael Scheikl (3.) und Thomas Schopf (6.) wollen aufs Stockerl. Und am Sonntag wieder mit großen Augen am Streckenrand: Lee und Yang.

    CHRISTOPH HEIGL

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