Rogan ist von Jukic und Co. begeistert
Markus Rogan hat die Schwimm-EM in Rijeka als "Fan" miterlebt: "18 Top-Ten-Plätze sind ein Wahnsinn!"

Foto © GEPATraining steht bei Markus Rogan derzeit im Vordergrund
Die Schwimm-Europameisterschaften in Rijeka sind für Österreichs Team erfolgreich geschlagen, obwohl der bisher erfolgreichste OSV-Aktive gar nicht dabei war. Markus Rogan verfolgte die Titelkämpfe als "Fan" von daheim aus, nachdem er sich trotz geglückter Qualifikation gegen ein EM-Antreten entschlossen hatte. Die zwei Wochen seit dem Ströck-Qualifying nutzte der 26-Jährige, um sein Trainingsprogramm für seine Strecken 50 und 100 m Rücken voranzutreiben.
Wehmut. "Sicher hatte ich ein bisschen Wehmut, nicht in Rijeka mitzuschwimmen", erklärte Rogan. "Aber dafür habe ich den anderen gegenüber jetzt drei Wochen Trainingsvorsprung." Der SVS-Niederösterreich-Athlet meint damit die zwei Wochen vor der EM und die aktuelle danach, in denen sich die Rijeka-Teilnehmer auf die Wettkämpfe vorbereitet haben bzw. sich nun davon erholen.
Stark. Die EM-Leistungen seiner Teamkollegen sieht Rogan positiv: "Es ist interessant, um wieviel stärker alle sind. 18 Top-Ten-Plätze sind ja ein Wahnsinn. Ich kann mich erinnern, da waren es nur zwei." Und auch wenn die vier errungenen Medaillen ausschließlich von der Familie Jukic geholt wurden, sieht er für die OSV-Equipe generell eine Trendwende. "Wir sind jetzt schon eine so starke Mannschaft, dass wir dazu übergehen können, uns in Medaillen zu bewerten."
Anzüge und Zeiten. Auch Rogan wurde von so mancher EM-Siegermarke beeindruckt. "Die Zeiten sind schon ziemlich am Limit. Über 50 m Kraul ist es noch einmal ein neues Niveau, das ist eine andere Welt." In der Diskussion über die Ganzkörper-Anzüge ist der 27-fache Medaillengewinner gegen ein Verbot der neuen Generation an Schwimmbekleidung, sieht das auch gar nicht möglich. "Da ist die Industrie dahinter, da ist ein kommerzielles Interesse." Ewig wären Badehosen verkauft worden, jetzt gäbe es endlich richtige "Sportgeräte". Dass die Anzüge derzeit nicht jedem zugänglich sind, erachtet Rogan nur als eine Übergangsphase. "Man darf die Technik nicht aufhalten. Aber man muss es regulieren."
Banker. Rogan verfolgt derzeit nicht nur sein Training, sondern auch das Trainee-Programm für seinen kommenden Banken-Beruf. "Ich arbeite 20 Stunden pro Woche in meinem Job", erläuterte Rogan. "Einen halben Tag wird also trainiert, einen halben Tag gearbeitet."
Features
Europameister!
Foto

Dinko JukicFoto © GEPA
Foto

Mirna JukicFoto © GEPA
Nächster Termin
Seinen nächsten Auftritt wird Rogan Ende Februar bei den Hallen-Staatsmeister-
schaften im Wiener Stadthallenbad geben, bei denen es die erste Chance auf die Qualifikation für die für Ende Juli anberaumte Langbahn-WM in Rom geht.













