BundesstützpunktKärntner Leichtathleten nehmen Olympia ins Visier

Jubelstimmung in der Kärntner Leichtathletik. Mit der Eröffnung des Bundesstützpunktes in Klagenfurt wird die Weltspitze greifbarer.

Veronika Watzek und Julian Kellerer haben nun bessere Bedingungen © (c) LPD/ Wolfgang Jannach (Wolfgang Jannach)
 

Klagenfurt bekommt einen Bundesstützpunkt für Leichtathletik. Installiert wird er in der Leopold-Wagner- Arena. Warum dies als Meilenstein in die Kärntner Leichtathletikgeschichte eingeht? Bisher konnte der Kärntner Leichtathletikverband KLV im Landesleistungszentrum die besten Talente ab der U16 bis maximal zur U23 fördern. Fielen Athleten – wie Julian Kellerer (LAC) oder Veronika Watzek (KLC) - altersbedingt aus dieser Förderung heraus, fehlte ihnen danach die oft notwendige Betreuung, um weiter in die Spitze vorzudringen. Mit der Eröffnung des Bundesstützpunkts ist diese Lücke nun geschlossen.

ÖLV-Generalsekretär Helmut Baudis begründete den Zuschlag für Klagenfurt mit „dem Vorhandensein des ganzjährigen Trainingsbetriebs, dem Landesleistungs- und Olympiazentrum.“ Für Landeshauptmann Peter Kaiser wird durch den Stützpunkt die Arbeit des KLV geadelt. „Kärnten hat eine positive Leichtathletiktradition. Wir wollen die Qualität weiter anheben.“ Landessportdirektor Arno Arthofer lobte die Zusammenarbeit von Land, Stadt, KLV, ÖLV und Sportpark. „Wenn wir einen Weg gemeinsam beschreiten, kommt etwas so Großes raus.“

In sportlichen Erfolgen umgemünzt: Ziel ist es, bis 2020 in jeder Altersklasse einen KLV-Athleten bei einem Großevent (EM, WM, Olympia) vertreten zu haben. Gelingen soll dies mit dem neuen Stützpunkttrainer Georg Werthner. Der ehemalige Weltklasse-Zehnkämpfer hat eine beeindruckende Visitenkarte: Platz vier bei Olympia 1980, Organisator des weltweit größten Zehnkampfs in Wien im Jahr 2000 mit 1000 Teilnehmern, Trainer der Kärntner Siebenkampf-U20-Weltmeisterin Sarah Lagger: „Ich werde donnerstags in Klagenfurt arbeiten, mittwochs und freitags in Feldkirchen und Oberkärnten.“

Der Wahlkärntner (er lebt seit 20 Jahren in Millstatt) will die Kräfte in Kärnten bündeln, die Vielfalt in der Leichtathletik stärken, zur Talente-Sichtung Leichtathletik-Oldies wie Ex-Hammerwerfer Johann Lindner ins Boot holen. „Ein weiteres großes Vorhaben ist es, die Kärntner Talente nach der Schule nicht an andere Universitäten zu verlieren, sondern hier in Kärnten zu halten.“

Ich bin bester ÖLV-Athlet bei Olympia, hab den größten Zehnkampf weltweit organisiert. Ich mache keine halben Sachen.

Georg Werthner, Stützpunkttrainer

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