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Zuletzt aktualisiert: 19.08.2007 um 06:13 Uhr

Marlies Penker peilt heute Bestzeit über 21,1 Kilometer an

Die 33-Jährige hält Marathon-Landesrekord. Heute greift sie die Bestzeit über 21,1 km an. Wie immer läuft die Marlies Penker ohne Uhr und Pulsmesser - ein Novum unter Spitzenleuten.

Kaum zu glauben, aber wahr: Laufen gehört nicht zu Lieblingsdisziplinen der Halbtagsangestellten

Foto © Daniel RaunigKaum zu glauben, aber wahr: Laufen gehört nicht zu Lieblingsdisziplinen der Halbtagsangestellten

Sie mag kein Lauftraining, weil es ihr zu gefährlich ist. Sie schwimmt und radelt mehr Kilometer als sie jemals zu Fuß absolviert. Sie sammelt Rennen und Erfolge wie andere Briefmarken. Sie hält mit 2:45:08 Stunden den Marathon-Landesrekord und greift heute tag beim Wörthersee-Halbmarathon, präsentiert von der Kleinen Zeitung, die Bestzeit über 21,1 km an: Marlies Penker. In den Unterlagen wird die 33-Jährige mit einer Bestzeit von 1:18:52 Stunden geführt. "Das wäre mein Traum, denn dann hätte ich den Rekord", korrigierte die Klagenfurterin sofort, "meine Bestzeit liegt derzeit bei 1:19:14." Den Rekord hält noch Astrid Kopp mit 1:18:57.

Keine Lieblingsdisziplin. Dabei gehört Laufen nicht zu den Lieblingsdisziplinen der Halbtagsangestellten: "Ich absolviere ganz wenige Laufkilomter im Jahr, da ich Angst habe, mich zu verletzten. Lieber schwimme ich oder sitze auf dem Rad." Dort holt sich Marlies auch die Kraft und Ausdauer für die Bewerbe. In diese geht sie immer ohne Uhr oder Pulsmesser. "Ich kenne niemanden im Leistungssport der das so macht. Sie ist ein Phänomen", zollte Lauf-Lady Karoline Käfer ihrer Trainingspartnerin Tribut. Warum Penker das so macht, kann sie einfach erklären: "Hätte ich ein Uhr dabei, würde ich mich unter Druck setzen. So kann ich nach Gefühl laufen."

Präzise. Das macht die vielfache Siegerin in Winter- und Sommer-Triathlon- sowie Duathlon-Bewerben mit der Präzision eines Uhrwerks: "Beim Marathon in Graz wurden am Ende die Kilometer-Durchgangszeiten bekannt gegeben. Meine glichen dem eines Schweizer Uhrwerks." Angst, trotzdem ihren Körper einmal zu überfordern, kennt Penker nicht: "Ich kenn ihn so gut und höre auch auf ihn. Wenn er meldet - es ist zu viel, bleibe ich stehen."

30. Rennen. Der Halbmarathon am Sonntag ist bereits das 30. Saisonrennen für die 1,73 m große und 53 kg leichte Sportlerin. "Statt hartem Training absolviere ich Wettkämpfe. Für mich sind sie die extrem harten Trainingseinheiten", berichtete die ehemalige Anti-Sportlerin: "In meiner Jugend standen Abendschule und Fulltime-Job im Vordergrund. Da war ich schon stolz, wenn ich mit dem Rad ohne Pause einmal um den Wörthersee fahren konnte." 1999 änderte sich alles. Sie nahm am Wörthersee-Triathlon teil, wurde Vorletzte: "Da entschied ich - jetzt beginn ich zu trainieren..."

JOSCHI KOPP

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