Rekordteilnehmerzahl bei Kärnten Läuft 2012
Rund 2700 Läufer aus 21 Nationen nahmen am heutigen Sonntag den sportlichen Höhepunkt von Kärnten Läuft, den Halbmarathon von Velden nach Klagenfurt, in Angriff. Gewonnen hat Robert Langat aus Kenia, schnellste Dame war Lucy-Wwambul Murigi.
Quelle © Weichselbraun
Die Erlebnismeilen
Die Temperatur zur Starzeit um 9.30 Uhr zum Wörthersee Halbmarathon im Rahmen von "Kärnten Läuft", veranstaltet von der Kleinen Zeitung, in Velden betrug in der Sonne 25 Grad. Ob dieser Hitze meinte Rennleiter Gerd Matuschek schon: "Eine Siegerzeit um 63 Minuten wäre schon super." Doch nach zehn Kilometern lag die Spitzengruppe der Herren auf Bestzeitkurs. Am Ende gewann Robert Langat (KEN) bei seinem Halbmarathon-Debüt in Österreich in 62:47 Minuten.
Im Überblick
"Obwohl ich persönliche Bestzeit gelaufen bin, wollte ich wesentlich mehr", meinte der 24-Jährige, der den Streckenrekord von Francis Kiprop 60:59 Minuten (2008) klar verfehlte, im Ziel, "auf der zweiten Hälfte wurde die Hitze einfach zu groß, mussten wir Tempo herausnehmen." Der Mann aus einer Kleinstadt in der Nähe von Nairobi hatte aber noch genug Kraft, um drei Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke zu reiten.
Schon bei Kilometer zwölf setzte sich die Damen-Siegerin Lucy Murigi (KEN) von der Konkurrenz ab. "Vor dem Start hatte ich großen Respekt vor den Namen meiner Gegnerinnen, doch schon nach fünf Kilometern fühlte ich, heute kann ich gewinnen", berichtete die 27-Jährige, die heuer auch den Glocknerlauf für sich entscheiden konnte.
Junior Running Team
Ihr Vorteil bei dem Hitzerennen war die Taktik: "Am Beginn Kraft sparen, es locker angehen, um dann, wenn sich die Chance ergibt, diese nützen zu können." Am Dienstag muss sie nach Hause fliegen, da ihr dreimonatiges Visum abgelaufen ist. Kein Visum für die Einreise benötigte die beste Österreicherin, Sabine Reiner. Die Vorarlbergerin war das zweite Mal am Wörthersee dabei, lief mit 1:17:14 ihre beste Zeit in Kärnten: "Ich bin sehr zufrieden, denn bei dieser Hitze kannst du keine Zeit planen." Geplant wird bei der Projektleiterin der FH Vorarlberg so wie so nichts:
Reine Gefühlsläuferin
"Nicht einmal das Training, da ich voll berufstätig bin. Ich laufe und trainiere nach Gefühl. Das ist mein Erfolgsgeheimnis." Ihr Trainingspartner, Markus Hohenwarter, wurde in 1:06:05 bester Österreicher: "Die erste Hälfte des Rennens war sehr gut, auf dem zweiten Abschnitt musste ich der Hitze Tribut zollen. Daher überrascht mich auch meine Zeit. Ich rechnete eher mit einer um die 1:07 da ich heuer nicht viel auf der Straße trainiert habe." Was den 32-Jährigen besonders freut, ist die Tatsache, dass "die Kenianer heute nicht so weit vorne waren wie sonst".
Halbmarathon-Impressionen
Buntes Programm am Sonntag
Heißer Kampf auf der Laufstrecke
Aufwärmen vor dem Start
VIPs in Partystimmung
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