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Zuletzt aktualisiert: 22.08.2010 um 19:46 UhrKommentare

"Danke, mein Lebensretter"

Die große Hitze machte den Läufern beim Halbmarathon ordentlich zu schaffen. Die Labestationen boten eine willkommene Abkühlung.

Foto © Kärnten Läuft/Gernot Gleiss

Kärnten Läuft ist das Laufereignis im Land, der Fixtermin für die sportlichen Kärntner. Über 3500 Läufer und Walker warteten auf den Startschuss in Velden um 9.30 Uhr. Zu einem Zeitpunkt, als das Wetter bereits eher zu einem Sprung in den Wörthersee als zu einem Lauf nach Klagenfurt einlud. Die große Hitze ist ja nicht unbedingt des Läufers Freund. Die Ratschläge von Profis und Ärzten, wie man trotzdem einigermaßen über die 21 Kilometer kommt, waren vielfältig: viel trinken, nicht zu schnell anlaufen und nicht unbedingt an die körperlichen Grenzen gehen. Dem Ehrgeiz zu widerstehen, ist allerdings nicht immer einfach. Vor allem bei einem Heimrennen.

Ob für die Profis oder die Hobbyläufer: Wasser und alles Flüssige waren gefragt wie noch nie. Die Mitarbeiter bei den Labestationen hatten Akkordarbeit zu verrichten. Dankbar wurde jedes Nass angenommen. Als vor Pörtschach einer vor seinem Haus mit einem Gartenschlauch die Läufer "berieselte", entfuhr es einem Teilnehmer: "Danke, mein Lebensretter." Viele retteten sich ins Ziel, indem sie das Tempo drosselten. Bei den meisten hatte sich auf den 21 km die Ansicht durchgesetzt: Nicht die Zeit ist wichtig, sondern das (gesunde) Durchkommen. Etwas Zurückhaltung war deshalb am Sonntag der Schlüssel zum Erfolg.

Mehr Arbeit als in den letzten Jahren hatten die Running-Doctors von der Altis Sportmedizin. "60 Personen mussten medizinisch versorgt werden. Und das, obwohl die körperliche Verfassung der Aktiven immer besser wird", meinten Georg Lajtai und Harald Oschmautz. Ewald Pinter ergänzte: "So viele Ausfälle hatten wir noch nie." Bei einigen war doch der Ehrgeiz davongelaufen.

HEINZ TRASCHITZGER

 




 

 

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