Wieviel Pflege braucht der Hund?
Hundfrisörin Katharina gibt Tipps für die richtige Plfege ihres Vierbeiners.
Erfahrene Hundebesitzer wissen, dass Ihr Vierbeiner nicht nur Futter und Kuscheleinheiten braucht. Soll sich das Tier wohlfühlen, muss es auch gepflegt werden. Jedoch Vorsicht – nicht zu viel des Guten! Denn, "Susi" und "Strolchi" brauchen weder eine Haartönung noch Nagellack.
So sollte es sein:
Haarpflege ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Hunde unerlässlich. Dies gilt vor allem für langhaarige Hunderassen. Manche Hunde mögen das Ausbürsten nicht, deshalb sollten Sie ihren Liebling von klein auf an die regelmäßige Fellpflege gewöhnen. Mit einem Leckerli als Belohnung kann man den Welpen sehr leicht daran gewöhnen. Stellen Sie den Hund dabei auf einen Tisch, damit Sie ihn leichter überall mit der Bürste (Kamm) erreichen können. Bürsten Sie den Hund vom Kopf abwärts mit dem Strich (Fellwuchsrichtung). Wenn er ein dichtes Unterfell hat, heben Sie die Deckhaare hoch. Bürsten Sie von der Unterwolle aus nach außen, um abgestorbene Haare und eventuelle Verfilzungen zu entfernen. Dadurch kann die Haut ?frei Atmen“ und das Fell wird schöner nachwachsen.
Durch das Bürsten und Kämmen werden nicht nur Schmutz und Staub entfernt, es wird auch die Durchblutung der Haut gefördert und dadurch Haarwachstum sowie Haarregeneration unterstütz. Die Fellpflege bietet auch eine gute Gelegenheit, das Fell Ihres Hundes auf Hautreizungen, Parasiten (Flöhe od. Zecken) zu untersuchen. Falls Sie fündig werden, sollten Sie sich an einen Tierarzt wenden.
Baden sollte dann sein, wenn Ihr Liebling sich schmutzig anfühlt, übel riecht, oder der Tierarzt es Ihnen empfiehlt. Verwenden Sie ausschließlich Produkte, die speziell für Hunde entwickelt wurden. Niemals: Haushaltsreiniger, aber auch kein Shampoo für Menschen. Nach dem Baden, sollten Sie den Hund immer gut abtrocknen und lauwarm (nicht heiß)Trockenföhnen. Einige Rassen müssen nach dem baden professionell trocken geföhnt werden, da ihr Haar andernfalls stark kringelt und sich rasch verknotet oder verfilzt.
Vom Färben der Hundehaare sollte Abstand genommen werden, da es zu schweren Hautproblemen kommen kann. Auch von Schneidearbeiten im "do-it-yourself"-Verfahren ist erfahrungsgemäß abzuraten, da das Verletzungsrisiko für Ihren Liebling bei ungelernten Händen sehr hoch ist. Wenn sie also Ihrem Hund einen Gefallen tun möchten, lassen Sie Schneide- und Trimmarbeiten (= entfernen abgestorbener Haare) lieber vom qualifiziertem Profi machen. Ihr Tierarzt oder ihr Hundefriseur wird sie gerne zu den individuell erforderlichen Fellpflegemaßnahmen, die Sie zuhause machen können, beraten.
Augen
Augenpflege, ja auch darauf ist zu achten. Lange Strähnen sollten gekürzt werden (stumpfe Schere verwenden, wg. Verletzungsgefahr) damit sie nicht ständig das Auge reizen. Kontrollieren Sie daher regelmäßig, ob die Augen Ihres Hundes gerötet sind und tränen. Nach dem Schlaf findet man häufig Sekret oder Verkrustungen in den Augenwinkeln. Mit einen weichem Tuch (z.B. Wattepads) können Sie dieses vorsichtig entfernen. Wischen Sie dabei von innen nach außen. Eitriges Sekret, rote Bindehäute und ständig tränende Augen sollten jedoch unbedingt von einem Tierarzt behandelt werden.
Ohren
Ohrenpflege (nur die Ohrmuschel) regelmäßig mit einem weichen Tuch. Das Entfernen der Haare im Ohr sollten Sie beim Tierarzt oder bei Ihrem Hundefriseur machen lassen. Kratzt sich der Hund fortwährend an den Ohren, oder befindet sich im Ohr ein blutiges oder eitriges Sekret, sollten Sie sofort Ihren Tierarzt aufsuchen.
Zähne
Zahnpflege Kontrollieren Sie das Gebiss Ihres Lieblings regelmäßig. Achten Sie dabei auf Zahnstein, der sich als fester, bräunlicher Belag am Zahnhals bemerkbar macht. Zahnfleisch führt zu Zahnfleischentzündungen, in weiterer Folge zu Zahnausfall. Typisches Symptom: Das Tier riecht sehr unangenehm aus dem Maul. Büffelhautknochen oder härtere Kausnacks dienen der Vorbeugung von Zahnsteinbildung. Weiters können Sie mit einer Zahnbürste und Zahnpasta (für Hunde) regelmäßig die Zähne Ihres Hundes putzen. Starten Sie damit in spielerischer Form beim Welpen. Bei späterem Beginn, ist es sehr schwer den Hund an diese Prozedur zu gewöhnen.
Pfoten
Pfotenpflege Hundepfoten sind besonders in der kalten Jahreszeit permanenten Belastungen durch Salstreuung, Streusplitt und Schnee ausgesetzt. Es ist daher ratsam, die Pfoten nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abzuwaschen. Sollten die Pfotenballen sehr rau und rissig sein, lindert Hirschtalgcreme oder Vaseline die Beschwerden. Untersuchen Sie die Pfoten auch regelmäßig auf Fremdkörper (z.B. kleine Steinchen) oder Verletzungen.













