In Klagenfurt droht Hitzeschlacht - Al-Sultan Favorit
Faris Al-Sultan ist der Star beim Ironman in Klagenfurt. Der Deutsche krönte sich 2005 auf Hawaii zum Weltmeister und ist der regierende Europameister.

Foto © KLZ DIGITAL/Julia BaumgartnerFavorit Faris Al-Sultan
Interview da, Interview dort, Foto da, Foto dort. Journalisten und Fotografen rissen sich bei der Ironman-Pressekonferenz um einen Mann mit Bart und Zopf - um Faris Al-Sultan. Er ist im Jahr eins nach Sechsfach-Sieger Marino Vanhoenacker der Topstar beim Ironman Austria. Ihn gilt es am Sonntag zu schlagen.
Der Deutsche mit dem orientalischen Namen und dem bayrischen Akzent ist eine Legende. 2005 schaffte er, wovon alle Triathleten träumen. Den Sieg beim Ironman auf Hawaii. "Hawaii hat mein Leben verändert. Deshalb gebe ich viele Interviews. Auch das Einkommen ist gestiegen." Der 34-Jährige gewann fünf Ironman-Bewerbe. 2011 krönte er sich in Frankfurt zum Europameister.
Aber nicht der WM-Titel auf Hawaii ist das größte Erlebnis in Al-Sultans Karriere. "1998 bei den oberbayrischen Crosslauf-Meisterschaften, zwei Mann duellieren sich, ich gewinne. Ein Wahnsinnsgefühl." Al-Sultan ist ein Star ohne Allüren, immer höflich, immer lustig. Selbst beim Abendessen in der Klagenfurter Innenstadt, stand er fragenden Hobby-Athleten mit Rat und Tat zur Seite.
Aufgewachsen ist Al-Sultan, der als 16-Jähriger seinen ersten Marathon absolvierte, in München. Sein Vater ist Iraker. "Ich bin in Deutschland geboren, war bei der Bundeswehr. Ich bin Deutscher, auch wenn ich nicht vergesse, wo meine Wurzeln liegen." Erst ein Mal war er im Irak. "Vor dem Sturz von Saddam Hussein hätten sie mich dort behalten", sagt der Moslem, der zwar ab und zu ein Bier trinkt, aber kein Schweinefleisch ist.
Verspeisen will er die Gegner: "Ich bin nicht hier, um die Gegend zu genießen. Ich will gewinnen, die Hitze stört mich nicht." Die Gegner sind stark. Michael Göhners, Bestzeit (7:55 Stunden) liegt drei Minuten unter jener Al-Sultans. Auch Markus Fachbach (GER, 2011 Sieger in Regensburg) und Daniel Fontana (ITA, Zwölfter auf Hawaii) sind heiß auf die Hitzeschlacht. Österreichs Hoffnung ist Mario Fink, Kärntens Hannes Hempel fühlt sich in Form. Im Damenfeld sind Nicole Woysch (GER), Linsey Corbin (USA), Erika Csomor (HUN) zu favorisieren.
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Jetzt ist es fix!
Erstmals in der Geschichte des Ironman Austria ist der Wörthersee zu warm. Ein Verbot des Neoprenanzugs ist die Folge.











