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Zuletzt aktualisiert: 04.07.2010 um 21:46 UhrKommentare

"Es war der härteste Tag meines Lebens"

Neuer Weltrekord! Rollstuhlfahrer Thomas Frühwirth absolvierte den Ironman Austria in 10:28:58 Stunden und verbesserte die alte Rekordmarke um 5:23 Minuten.

Foto © Helmuth Weichselbraun

Man kann sich vor dieser Leistung nur verneigen: Rollstuhlfahrer Thomas Frühwirth sorgte beim Ironman Austria in Klagenfurt für einen neuen Weltrekord. Der Feldbacher benötige für die 3,8 km Schwimmen, das 180 km Handbikefahren und für die abschließenden 42,195 km mit dem Rennrollstuhl 10:28:58 Stunden. Damit unterbot der 28-jährige Oststeirer den alten Weltrekord des querschnittsgelähmten Amerikaners Carlos Moleda (10:34:21 Stunden) um 5:23 Minuten. Unter insgesamt 2200 "gesunden" Teilnehmern bedeutete das Platz 439.

"Es war ganz einfach brutal. Das war das Härteste, das ich jemals in meinen Leben gemacht habe", strahlte Frühwirth trotz der Strapazen im Ziel. "Ich habe mich beim Schwimmen überhaupt nicht in Topform gefühlt, weil mich so viele Athleten überholt haben. Doch in der Wechselzone sah ich die Zeit - die 1:02 Stunden waren ein Traum für mich. Und da hab' ich dann zur mir gesagt: So, jetzt gehe ich den Weltrekord an!"

Mit dem Handbike war Frühwirth dann über sieben Stunden unterwegs. "Die Schmerzen waren zeitweise gewaltig. Die Hitze belastete mich ja doppelt. Ich sitze nur fünf Zentimeter über dem glühenden Asphalt auf meinem Rad. Da hatte es 45 Grad", will sich der Steirer bereits in drei Wochen in Antwerpen für den Hawaii-Triathlon qualifizieren.

Der "normale" Ironman (Schwimmen, Radfahren, Laufen) ging zum bereits fünften Mal in Folge an den Belgier Marion Vanhoenacker. Die 7:52:05 Stunden sind eine der besten weltweit jemals erzielten Zeiten. "Ich werde in meinen Leben wahrscheinlich nie mehr schneller sein", meinte der Belgier zu seinem Triumph. Michael Weiss wurde in 8:14:50 Stunden als bester Österreicher Dritter. Weiss war im Vorfeld des Ironman Austria mit Dopinganschuldigungen konfrontiert worden.

Bei den Damen jubelte eine Österreicherin von der obersten Stufe des Siegerpodests. Eva Dollinger lief nach 9:18:50 Stunden ins Ziel. Die Grazerin Barbara Tesar (9:43:27) durfte sich über den sechsten Platz freuen.

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