Düstere Aussichten für Hannes Hempel
Am Dienstag entscheidet sich, wie Triathlet Hannes Hempel gegen seine Sperre vorgehen will. "Wir halten eine Einstweilige Verfügung für nicht zielführend. Für den Ironman sieht es düster aus."

Foto © GEPAHannes Hempel
Am 1. Juli 2009 erkämpfte sich Triathlet Hannes Hempel vor Gericht und per Einstweiliger Verfügung seinen Start beim Ironman in Klagenfurt. Warum? Weil Ex-Radprofi und Dopingsünder Bernhard Kohl Hempel der Weitergabe von Dopingmitteln beschuldigte, wurde Hempel von den Ironman-Organisatoren mit Startverbot belegt.
Nun könnte sich das Szenario wiederholen, oder doch nicht? Hempel, 2008 Dritter in Klagenfurt, wurde vor wenigen Tagen von der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA für vier Jahre gesperrt. Warum? Weil die NADA den Aussagen Kohls glaubte, obwohl es keine stichhaltigen Beweise gab und die Staatsanwaltschaft Wien Hempel kurz zuvor freigesprochen hatte. Kein Wunder, dass der Klagenfurter erneut an eine Einstweilige Verfügung denkt, um beim Ironman am 4. Juli starten zu können. Ob der Sportler zu diesem Rechtsmittel greift, entscheidet sich am Dienstag.
Es wäre jedenfalls gegen den Rat seiner Anwälte Ferdinand Lanker und Martin Winter. "Wir halten eine Einstweilige Verfügung für nicht zielführend. Für den Ironman sieht es düster aus.", so Winter, dem das NADA-Urteil schriftlich vorliegt. Die schriftliche Begründung fehlt weiter. Liegt sie am Tisch, will Winter den nächsten Schritt setzen. Nämlich jenen zur Unabhängigen Schiedskommisssion.
Ob das das Schriftstück noch diese Woche zugestellt wird, ließ Gernot Schaar, Vorsitzender der NADA-Rechtskommission, offen.










