Rot-weiß-rote Leere
Die alte Ironman-Garde zieht sich zurück, die Jungen sind noch nicht soweit. Und: Noch nie konnte ein Österreicher in Klagenfurt gewinnen. In diesem Jahr ruhen die Hoffnungen vor allem auf den Schultern des Niederösterreichers Michael Weiss.

Foto © GEPAMichael Weiss
Wenn sich die Athleten beim Ironman am kommenden Sonntag ab sieben Uhr in die Fluten des Wörthersee stürzen, geht es nicht nur um Stunden, Minuten und Sekunden, sondern auch um die rot-weiß-rote Ehre: Noch nie konnte ein österreichischer Athlet in Klagenfurt gewinnen. In diesem Jahr ruhen die Hoffnungen vor allem auf den Schultern des Niederösterreichers Michael Weiss (29), der kürzlich in Utah (USA) als erster Österreicher einen Ironman gewann.
"Dahinter sieht es derzeit leider düster aus. Wir haben ein klassisches Loch. Der Nachwuchs startet vor allem auf der Olympischen Distanz, die Alten hören alle auf", erklärt Stefan Lindner, Präsident des Kärntner Triathlonverbandes die Misere. Zu denen die abtreten, zählen die Top-Triathleten Norbert Langbrandtner (39) und Michael Frühwirth (41), sowie der Kärntner Norbert Domnik (47). Der Steirer Werner Leitner (40) hat seine Karriere bereits beendet. "International gesehen hat der Ironman einen hohen Werbewert. Nur um den anzuzapfen, muss man auf höchstem Niveau arbeiten. Das tun in Österreich wenige Athleten", sagt Domnik, der die 18-jährige Villacherin Lisa Perterer (HSV Kärnten) betreut.
Auch bei den Männern gibt es einen Hoffnungsschimmer. Der Wiener Max Renko (24) wurde im vergangenen Jahr bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Hawaii Klassensieger.
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O-Ton
"Ich weiß nicht, was schöner wäre: Ein fünfter Vanhoenacker-Sieg, oder endlich ein Österreicher", gibt sich Ironman-Veranstalter Stefan Petschnig diplomatisch.










