Hempel setzt auf sich
Für den 35-jährigen Klagenfurter zählt beim Ironman Kärnten am Sonntag nur der Sieg. Heimvorteil sieht er als Plus.

Foto © GEPAHempel beim Zieleinlauf 2007
Aus seiner Zeit als Rad-Profi kennt Hannes Hempel das Gefühl des Sieges. Am Sonntag will es der 35-Jährige wieder einmal auskosten. "Ich gehe beim Ironman Kärnten an den Start um zu gewinnen", stellte der Klagenfurter klar. Um das ehrgeizige Vorhaben in die Tat umzusetzen hat der Ex-Rad-Profi alles getan: Er verbrachte mehr Zeit im Wasser um seine Schwimmtechnik zu perfektionieren als mancher Wasservogel, er spulte mit Bernie Eisel und Peter Wrolich gleich viele Kilometer auf dem Rad ab wie zu seiner aktiven Zeit. Auf dem Asphalt mussten viele Sohlen von Laufschuhen ihr Leben lassen.
Großes Selbstvertrauen.
"Im Vorjahr benötigte ich für die 3,8 km Schwimmen noch 55 Minuten. Heuer werde ich keine 50 Minuten mehr Kraulen. Auf dem Rad bin ich wieder so gut wie in meinen besten Zeiten", berichtete Hempel, "der abschließende Marathon ist dann so wie so eine Kopfsache." Mit welch großem Selbstvertrauen er an den Start geht, zeigt eine Aussage: "Vorjahrssieger Marino Vanhoenacker darf nach der Radstrecke fünf Minuten vor mir liegen. Die kann ich beim Laufen auf ihn aufholen. Eine Zeit von 2:45 Stunden traue ich mir zu." Sein größtes Plus sieht Hannes aber im Heimvorteil: "Es werden ganz sicher mehr Menschen auf meiner Seite sein als auf jener der Gegner. Und das ist beim Laufen ganz, ganz entscheidend."
Taktik.
Der Achte des Vorjahres hat sich auch schon eine Taktik zurecht gelegt: "Beim Schwimmen werde ich versuchen mich an die Österreicher Langbrandtner, Leitner und Seidl anzuhängen. Im Windschatten zu Kraulen spart viel Kraft. Auch auf der Radstrecke ist es kein Nachteil, wenn du in einem Pulk unterwegs bist." Beim Laufen "ist es egal, ob du in einer Gruppe oder allein unterwegs bist. Da kannst du dich nie ausrasten." Als seine größten Widersacher bezeichnet Hempel Vanhoenacker, Südafrika-Sieger Stephen Bayliss, Alexander Tauber, Norbert Langbrandtner, Werner Leitner und Gernot Seidl. "Der Sieger kommt nach 8:05 Stunden ins Ziel"prophezeit Hannes.










