Graz Marathon: Die schnellen Beine
Ein halbes Dutzend Kenianer macht sich am Sonntag beim Graz-Marathon auf die Jagd nach dem Streckenrekord. Für Rennleiter Hannes Langer nicht utopisch.

Foto © gepaDie Läufer aus Kenia werden auch am Sonntag wieder in Graz ihre Runden drehen
Heute ist in Kenia Feiertag. Deshalb hatte Hannes Langer, renommierter Leichtathletik-Manager und seit Jahren Marathon-Rennleiter in Graz, gestern einigen Stress. Für jene Läufer, die am kommenden Sonntag beim Kleine Zeitung-Graz-Marathon (Start 10 Uhr) auf die Jagd nach dem bald zehn Jahre alten Streckenrekord gehen werden, waren noch diverse Visa-Formalitäten zu klären. Das Telefon in die Botschaftsbüros in Nairobi lief heiß.
Kenianische Armada. Ein halbes Dutzend Kenianer wird am Sonntag in Graz unterm Startband stehen. Keine der weltberühmten Namen. "Es könnte aber durchaus sein, dass uns diesmal eine Überraschung gelingt", spekuliert Hannes Langer. Denn dass sie schnelle Beine haben, das haben die Herrschaften allesamt schon bewiesen. Zum Beispiel der 29-jährige Mike Rotich, heuer bereits Sieger des Salzburg-Marathons. Dort zwar nur in eher dürftigen 2:18 Stunden. "Aber der Bursche hat enormes Potential", sagt Langer.
Schneller "Hase". Ebenso wie Eliud Kurgat, der als so genannter "Pace maker" vor einigen Jahren in Chicago bis Kilometer 30 Richtung einer Sensationszeit um die 2:06 Stunden unterwegs war. Oder Eliud Kering, Sieger des Prag-Marathons 1999, der heuer in Essen etwa 2:08 Stunden vor Augen hatte, ehe er bei enormer Hitze völlig eingebrochen ist. Kering hat sich laut Langer "ganz gezielt auf einen schnellen Herbstmarathon vorbereitet". Bei exakt 2:12:24 Stunden steht die Grazer Bestmarke. Gelaufen von Haji Adilo Roba aus Äthiopien, damals noch mit Ziel auf dem Hauptplatz.





































