Der Letzte seiner Art
Es kann nur einer Erster sein und auch nur einer Letzter: Jonas Haslbeck war das Schlusslicht beim Graz-Marathon. Zeit: 6 Stunden, 5 Minuten.
Quelle © jonas.jpg | Foto: KLZ | Leodolter Der gechillte Marathon
D ie Siegerpose war dieselbe wie bei der Nummer 1. Nur zeitverzögert. Drei Stunden, 53 Minuten und ein paar Sekunden. So viel trennte beim Graz-Marathon am Sonntag den Ersten, den Kenianer Peter Mutitu-Kariuki, vom Letzten, Jonas Haslbeck.
Wer zuletzt kommt, den bestraft die Zuschauerflucht. Oder anders gesagt: Der hat fast freie Fahrt im Zieleinlauf. Sonst ist auch einiges anders: tanzendes Rettungspersonal statt drängelnder Sportler. Absperrungen werden abgebaut, Personal kehrt den Müll weg. Die große Show ist dann schon lange zu Ende. Die meisten Läufer sind bereits nach Hause gestakst.
Aber: Geschafft ist geschafft. "Und so kurz vorm Schluss aufgeben, das wäre lächerlich gewesen", sagt Haslbeck, der einläuft, als die Schranken eigentlich schon zu sind. Der Fahrrad-Schlussdienst und ein Polizeiauto haben den 24-jährigen Psychologiestudenten aus Passau auf den letzten, strapaziösen Kilometern motiviert. "Zwischendurch bin ich auch auf dem Gehsteig gelaufen. Es war ja nicht viel los."
Einen anderen Rekord schaffte der Grazer Julius Holzner (Zeit: 5:13:41). Der 80-jährige (!) dienstälteste Teilnehmer, der seinen 60. Marathon gelaufen ist - seit er 60 ist übrigens - freute sich über die 42,195 Kilometer diesmal ganz besonders. Denn: "Es war mein erster Marathon seit meinem Herzinfarkt vor vier Jahren." JULIA SCHAFFERHOFER





































