Tipps aus dem Land der Läufer
Der Graz-Marathon arbeitet schon an der Zukunft: 2012 soll es einen neuen Streckenverlauf geben. Wertvolle Tipps holte man sich dafür vom Leichtathletik- Cheftrainer aus Kenia.

Foto © GEPADie Spezial-Schuhe von Marathon-Siegerin Wanjiru
Peter Mathu Titi ist ein freundlicher Mensch. Aber nicht nur deswegen lächelte er nach dem Marathon zufrieden. Immerhin hatte er gerade einen kenianischen Triumph erlebt - bei den Herren ebenso wie bei den Damen. Und Esther Wanjiru hatte überdies den Streckenrekord geknackt - kein Wunder, dass sie sich über ihre neuen Laufschuhe mit eingesticktem "Graz 2011"-Schriftzug besonders freute. Aber Peter Mathu lächelte nicht nur deswegen, denn als Cheftrainer des kenianischen Leichtathletikverbandes ist er Siege gewöhnt - noch dazu bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.
Aber irgendwie hat der 62-Jährige auch an Graz Gefallen gefunden. Nicht nur, weil er dank der Aktion "run2gether" gute Kontakte in die Steiermark hat. Nein, er war angetan von der Stadt, dem Land - und der Organisation: "Schon der Bambini-Sprint am Samstag war großartig, so etwas habe ich noch nie gesehen. Es war toll, wie die 2- bis 4-Jährigen gelaufen sind", sagte er. Und am Sonntag nickte er nach dem Rennen voll Respekt: "Ich gratuliere Graz zu diesem Marathon. Die Organisation ist professionell bis hin zu den Ordnern am Straßenrand. Das ist eine großartige Veranstaltung."
Das sagte Mathu gestern auch Bürgermeister Siegfried Nagl und Sport-Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg. Für Nagl hatte er eine Laufjacke von 1500-Meter-Welt- und Olympiasieger Asbel Kiprop im Gepäck. Die könnte der Grazer Bürgermeister im Training für einen Start 2012 nützen - bei der Premiere auf einer neuen Strecke.
Kein Teilnehmer-Limit
"Der Graz-Marathon erfreut sich riesiger Beliebtheit. Und weil wir das Teilnehmerfeld nicht beim jetzigen Stand limitieren wollen, suchen wir nach neuen Möglichkeiten", erklärt Robert Helbig, Marketingleiter der Kleinen Zeitung und gleichzeitig OK-Chef des Marathons. Was unbedingt erhalten bleiben soll, ist "der Flair der Altstadt und, wenn möglich, auch der Start- und Zielbereich vor der Oper". Die 42,195 km dazwischen allerdings können sich auch gravierend ändern.
Tipps dafür gibt es auch vom kenianischen Nationaltrainer, der "sehr interessante Anregungen" einbringt, wie Helbig erklärt. Bis Anfang 2012 wird jetzt getüftelt - dann soll ein erster Vorschlag auf dem Tisch liegen.







































