Im Ziel gab's den Verlobungsring
Romantisch: Zwei verliebte Grazer stahlen selbst den sportlichen VIPs die Show - mit einer mittlerweilen guten, alten Marathon-Tradition.

Foto © GEPALaufen bald gemeinsam vor den Traualtar: Eva Maria Kubin und Mark Auer
Schön langsam ist er eine gute, alte Marathon-Tradition - der Heiratsantrag. Und so wagte sich erneut ein Läufer an die wichtigste aller Fragen heran. Wenn auch schriftlich. Nach abgespultem Halbmarathon enthüllte Mark Auer auf der Zielgeraden sein Laufshirt, auf dem groß und deutlich "Willst du mich heiraten?" stand. Freundin Eva Maria Kubin, die an seiner Seite war, antwortete: "Ja sicher nach zehn Jahren." Und ließ sich den Verlobungsring noch im Ziel an den Finger stecken. Das Happy End war für das sportliche Paar perfekt.
Im VIP-Klub ging es währenddessen zwar weniger romantisch, aber ebenso sportlich zu. "Ich bin endlich einmal nicht vom Sieger überrundet worden. Mein Ziel hab ich erreicht", strahlte etwa "Mr. Ferrari" Heribert Kasper nach seinem Halbmarathon, den er mit 2:10:55 und einem abschließenden Kniefall auf der Kontrollmatte nach Hause brachte. Ganz ohne Folgen blieb sein unübersehbarer Ehrgeiz im Kampf gegen die Uhr aber nicht. Nur kurze Zeit später musste er mit Verdacht auf einen Muskeleinriss ins Hotel gebracht werden. Auf der sicheren Seite, weil sie erst gar nicht mitgelaufen sind, blieben unter anderen Styria-Vorstand Klaus Schweighofer, Sportstadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg, Messe-Leiter Thomas Karner, Foon-Chef Manfred Rath, Unternehmer Charly Temmel, Kleine-Zeitung-Geschäftsführerin Helga Schrott und Marketingchef Alexander Marko.
Im Windschatten
"Ich war die ganze Zeit im Windschatten der Frau Vizebürgermeisterin", berichtete Weihbischof Franz Lackner nach dem quasi gemeinsamen Zieleinlauf mit Lisa Rücker, die sich ebenfalls dem Cityrun stellte. Lackner stellte seine Muskelkraft übrigens wieder in den Dienst der guten Sache. Heuer ging der Erlös seine "run4unity"-Initiative an brasilianische Kinder. "Dafür zu laufen hat sich gelohnt", freute er sich. Eine zwiegespaltenes Finale erlebte ein sichtlich gezeichneter Martin G. Wanko. Der Schriftsteller lief bei seiner Halbmarathon-Premiere mit wehender GAK-Flagge ein. "Ich habe noch nie gleichzeitig so viel Jubel und Buhrufe gehört", lachte die bekennende Rothaut. Mindestens ebenso spektakulär waren die Auftritte von verkleideten Läufer. So trabten etwa zwei Bienen, Mäuse und ein besonders pinker Panther durch den Lichtschranken.
Wer sonst noch im VIP-Bereich vorbeischaute? Unter anderen Loipersdorf-Thermenchef Wolfgang Wieser und adias-Marketingchef Georg Kovacic. Die unangefochtenen Stars waren aber eindeutig die Marathon-Sieger Edwin Kipchirchir-Kemboi und Esther Wanjiru-Macharia, die sich nach der feierlichen Siegerehrung im VIP-Zelt neben der Hauptbühne kräftig stärkten. Und, eh' klar, für das eine oder andere Erinnerungsfoto posieren mussten.























