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Zuletzt aktualisiert: 08.10.2008 um 18:16 UhrKommentare

Laufen, weil es nicht anders geht

Karoline Käfer startet beim Graz-Marathon der Kleinen Zeitung. Die Ex-Sprinterin läuft aus Leidenschaft und hält die Doping-Diskussion für "verlogen".

Das Sparbuch ist wieder auf der Höhe der Zeit, und Karoline Käfer, die am Weltspartag 54 wird, noch lange kein Auslaufmodell. Die Kärntnerin verfügt auch nach 41 in den Sport investierten Jahren über genügend Reserven für die langen Wege. Am Sonntag startet die einstige Sprinterin, die auch die Mittelstrecke nicht scheute, in Graz. Über den Halbmarathon tastet Käfer sich wieder heran an die für Wien 2009 geplante volle Distanz, nachdem sie im Frühjahr eine einjährige Zwangspause hinter sich gelassen hatte. Ein Knochenmark-Ödem im Kniegelenk war für die Dauer-Läuferin nur von vorübergehender Bremswirkung. Inzwischen ist Käfer wieder unterwegs, als hätte sie eine permanente Halteverbots-Funktion eingebaut.

Eiserner Wille. Der "eiserne Wille" treibt sie unentwegt an. "Ich kann nicht anders, das steckt in mir", sagt die Allrounderin, die in ihrer Laufbahn 60 österreichische Meistertitel in der allgemeinen Klasse (von 100 bis 1500 m) und drei Medaillen bei Hallen-Europameisterschaften (400 m, Silber, zweimal Bronze) eingesammelt hat. Ihr vor 30 Jahren erzielter österreichischer 400-m-Rekord von 50,62 Sekunden widerstand bis heute allen Angriffen. "Ich bin die Zeit völlig sauber gelaufen", erklärt sie angesichts der den Leistungssport stets begleitenden Doping-Diskussionen. Grundsätzlich handle es sich bei dieser Thematik aber um eine "total verlogene Geschichte. Du bist ja ohne das nirgends vorne dabei."

Der Umstieg. Die Metamorphose von der Sprinterin zur Marathonläuferin entpuppte sich als langwieriges Unterfangen. "Ein dreiviertel Jahr lang habe ich Blut geschwitzt", erzählt sie über jene Phase, in der es galt, die für die Schnellkraft benötigten, nun aber überschüssig gewordenen Muskeln abzubauen. Karoline Käfer wollte nicht stehenbleiben, sondern auch noch im fortgeschrittenen Alter ihrer Passion frönen. Also stieg sie nicht aus, sondern um, und kam über den Berglauf auf die Langstrecke. Neun Marathons hat sie bisher bewältigt, die persönliche Bestzeit liegt bei beachtlichen 2:55 Stunden. Ihren schnellsten Halbmarathon absolvierte Käfer in 1:20 Stunden. Diesem Zeit-Druck mag sie sich, sagt sie, nicht mehr aussetzen. Laufen um des Laufens willen, lautet nunmehr ihre Devise. "Ich bin demütig geworden."

HUBERT GIGLER

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2012 ist Geschichte, der Termin für 2013 steht schon fest: Der nächste Graz-Marathon findet am 13. Oktober 2013 statt.

 

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