Österreichs Golf winkt Verstärkung aus Südafrika
Der talentierte Pro Alex Haindl aus Südafrika strebt die österreichische Staatsbürgerschaft an.

Foto © ReutersJames Kingston aus Südafrika feierte einen Heimsieb bei den South African Open im Golf
Ein Teil der Welt-Golfelite matchte sich dieses Wochenende bei den South African Open in Pearl Valley. Der Golfplatz liegt Mitten in der Weinregion zirka 40 Autominuten von Kapstadt entfernt. Entworfen hat die 18-Loch-Anlage Golf-Ikone Jack Nicklaus. Rund um die Fairways werden jede Menge hoch luxuriöse Villen gebaut und um teures Geld verkauft. Ab 700.000 Euro kann man sich in diesem Estate ein Häuschen zulegen.
750 Millionen Euro. Erst vor einem Jahr wurde das neue Clubhaus fertig gestellt, nun soll es aber wieder dem Boden gleich gemacht werden. Eine Investoren-Gruppe aus Dubai hat das gesamte Gelände erworben und will dort ein feines Hotel errichten. So nebenbei kauften die Ölmultis auch die Waterfront in Kapstadt um 750 Millionen Euro. Diese Touristenmeile soll weiter ausgebaut werden - bis zur Fußball-WM 2010 in Südafrika entstehen hier ein sieben Sterne Hotel und weitere Attraktionen.
Entwurf. Auch Greg Norman machte einen Abstecher nach Pearl Valley. Der "weiße Hai" reiste in seiner Boeing 747 samt seiner Verlobten, Ex-Tennis-Ass Chris Evert, an. Grund: Der Australier soll in Pearl Valley eine zweite 18-Loch-Anlage entwerfen.
Cut verpasst. Die Österreicher spielten bei diesem Turnier keine Rolle - Martin Wiegele und Florian Prägant verpassten den Cut. Aber ein künftiger Österreicher gab eine Talentprobe ab. Alex Haindl (50.) spielt zwar noch für Südafrika, doch bemüht sich der talentierte Pro um Österreichs Staatsbürgerschaft. Die Eltern des 24-Jährigen sind Österreicher (der Vater Grazer, die Mutter wurde in Wien geboren) und leben seit Mitte der siebziger Jahre im südlichsten Land Afrikas.
Gäste. Haindl und sein Bruder Andreas logierten übrigens in einem Haus, das Peter Hofstätter angemietet hatte. Ebenso Gäste des Kärntner Golf-Präsidenten: Prägant und sein Caddy Max Zechmann, den der Kleinkirchheimer sich für die Turniere in Südafrika von Markus Brier ausborgt hat.









