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Zuletzt aktualisiert: 29.09.2012 um 19:10 UhrKommentare

Von der Amateur-WM in den Profi-Zirkus

Lukas und Tobias Nemecz vertreten Österreich bei der Amateur-Team-WM in Belek. Anschließend wechseln die Grazer ins Golf-Profilager.

Foto © GEPA

Verwöhnende 31 Grad und strahlenden Sonnenschein meldet Belek für Sonntag. Und daran soll sich bis zum nächsten Wochenende nichts ändern. Also ideale Bedingungen für die Team-Weltmeisterschaft der Golf-Amateure, die von Donnerstag bis Sonntag in der türkischen Urlaubsregion über die Bühne geht. Mit von der Partie sind auch die Grazer Lukas und Tobias Nemecz, die gemeinsam mit dem Vorarlberger Manuel Trappel auf den beiden Plätzen "Sultan" und "Cornelia" Österreichs Farben hochalten sollen.

Enttäuscht von Absage

Als Ziel peilt das Trio unter den insgesamt 72 abschlagenden Nationen einen Platz unter den Top 10 an. Dass nach der Absage von Matthias Schwab (für das Schladminger Top-Talent, das beim Junior-Ryder-Cup groß aufzeigte, hat die Schule Vorrang) die realistische Chance auf den WM-Titel quasi dahin ist, wurmt vor allem Lukas Nemecz. "Ich finde es schon sehr enttäuschend, dass er sowohl das Team als auch den Verband hängen lässt."

Trotzdem, das Grazer Brüder-paar (Lukas zählt 23 Lenze, Tobias 20) will in Belek eine ordentliche Abschiedsvorstellung geben, wechseln doch beide noch heuer ins Profilager. Allerdings mit unterschiedlichen Marschrouten. Während Lukas, der bei der Tour-School die zweite Stufe (Anfang November in Spanien) erreicht hat, noch die Aussicht auf ein European- oder Challenge-Tour-Ticket hat und 2013 zumindest die gesamte Alps-Tour spielen wird, will Tobias 2013 "vor allem als Übergangsjahr mit viel Training nützen. Mein Fokus liegt auf 2014, jetzt könnte ich auf den großen Touren noch nicht bestehen."

Wie die Molinaris?

Ein Brüderpaar im Profi-Golf - da fallen einem natürlich die italienischen Ryder-Cup-Spieler Francesco und Edoardo Molinari ein. "Sollten wir irgendwann so erfolgreich sein wie sie, wäre das natürlich der absolute Wahnsinn", lächelte Lukas, der wie Tobias ("ich bin der Aktivere von uns beiden. Lukas ist der Ruhige") für seinen Traum wöchentlich 35 Netto-Stunden nur auf dem Golfplatz investiert. Erstes großes Ziel von Lukas (aus Zeitmangel hat er sein Studium an den Nagel gehängt) ist, sich auf der European Tour zu etablieren. "Hat man das geschafft, ergeben sich die nächsten Ziele von selbst."

ALEXANDER TAGGER

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