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Zuletzt aktualisiert: 24.09.2011 um 17:34 UhrKommentare

Wiesberger als Zehnter ins Finale der Austrian Open

Bernd Wiesberger geht als geteilter Zehnter mit Chancen auf einen Spitzenplatz in den Schlusstag der mit 1 Mio. Euro dotierten Austrian GolfOpen in Atzenbrugg. Schwab verlor mit einer 77er-Runde gleich 32 Plätze.

Bernd Wiesberger

Foto © GEPABernd Wiesberger

Mit intakten Chancen auf den ersten Heimsieg seit 2006 gehen die Austrian GolfOpen 2011 in Atzenbrugg in den Schlusstag. Denn Österreichs Topmann Bernd Wiesberger rangiert bei diesem mit 1 Mio. Euro dotierten Turnier der European Tour vor den letzten 18 Löchern fünf Schläge hinter Solo-Spitzenreiter Thomas Nörret aus Dänemark auf Platz zehn. Auch Jürgen Maurer ist trotz eines späten Doppelbogeys als 23. nur zwei weitere Schläge von der Spitze entfernt. Deutlich zurückgefallen ist hingegen der außer Konkurrenz spielende Amateur Matthias Schwab. Der 16-jährige Schüler aus der Steiermark, der hier im Vorjahr für Furore gesorgt und diesmal als Fünfter gecuttet hatte, rutschte am Samstag nach einer 77er-Runde auf Platz 37 ab. Fünf Bogeys gleich auf den ersten sechs Löchern warfen das Riesentalent am "Moving Day" schnell weit zurück.

Am "Tag der Attacken" gab es bei prachtvollem Herbstwetter, aber auch erneut Wind sowie durch schwieriges Layout und Fahnenpositionen am Diamond-Course tatsächlich viel "Bewegung" bei den Platzierungen. Mit Ausnahme von Wiesberger fielen alle übrigen der insgesamt sieben Österreicher - so viele hatten bei den Open noch nie den Sprung ins Preisgeld-Wochenende geschafft - zurück. Am schlimmsten erwischte es von den Profis dabei Martin Wiegele. Dabei startete der Steirer gut mit Birdie und spielte eine passable Runde, wurde aber von einer katastrophalen neun auf Loch 7 (Par 5) - dort hatte er am ersten Tag nur vier Schläge benötigt - um 19 Plätze ebenfalls auf Rang 37 zurückgeworfen.

Wiegele zeigte Humor

"Ich hab mich am Tee nicht sehr wohl gefühlt", erzählte Wiegele. Prompt kam ein Angstschlag, der Steirer traf einen Busch, später einen Baum. "Es war ein Katastrophenloch. Schade drum. Ich war auf dem Weg ganz nach vorne." Wiegele hatte am Vortag bis zu dessen Aufgabe noch mit "Heißsporn" John Daly gespielt. "Er hätte in dieser Situation nicht nur einen Schläger, sondern wohl das ganze Bag in den See geschmissen", zeigte Wiegele schnell wieder Humor. Aufgegeben haben die Österreicher aber noch gar nichts. "Ich bin bekannt dafür, dass ich ganz tiefe Runden schießen kann", hat sich selbst Wiegele vorgenommen, am Sonntag zu attackieren. "Eine 65 ist immer drin". Auch Wiesberger dürfte trotz seines Spitzenplatzes mit etwas Wut im Bauch loslegen. Denn wirklich zufrieden wirkte der Burgenländer auch am Samstag nicht. Vor allem ein Doppelbogey kurz vor Schluss ärgerte ihn mächtig. "Ich habe heute so gut wie kein Fairway getroffen. Aber wenigstens habe ich einige der aufgelegten Chancen genutzt", ärgerte sich der Oberwarter nach seiner neuerlichen 71 darüber, die guten Bedingungen erneut nicht zu einer tiefen 60er-Runde genutzt zu haben.

Der 25-Jährige kämpft um einen Platz beim Tourfinale in Dubai und jagt vor allem seinen ersten Toursieg. "Ich habe nichts zu verlieren und werde versuchen, mich nach vorne zu katapultieren", nahm er sich für Sonntag vor. "Das Putten war an den drei Tagen bisher noch das Beste. Wenn auch mein langes Spiel so funktioniert wie am ersten Tag, kann ich die Führenden am Schlusstag noch nervös machen." Möglich ist das, denn gerade bei den Austrian Open hat es zuletzt immer wieder einzigartige Finalrunden gegeben. 2009 etwa stürmte der Spanier Rafael Cabrera Bello mit einer sensationellen 60er-Schlussrunde noch zum Sieg. In der besten Position befindet sich mit 207 Schlägen und 9 unter Par nach wie vor der Däne Nörret, der am Vortag noch zusammen mit drei anderen Spielern geführt hatte. Er wird von gleich vier, zwei Schläge zurückliegenden Spielern gejagt. Wie Wiesberger auf Platz zehn verbessert hat sich der Spanier Miguel Angel Jimenez, der dreifache Major-Sieger Padraig Harrington aus Irland ist nur 30. (215).


Ergebnisse:

Stand nach der 3. Runde: 1. Norret (DEN) 207 Schläge; 2. Coles (ENG), Luiten (NED), Wakefield (ENG), Ferrie (ENG) je 209; 6. Brown (NZL), Dubisson (FRA) je 210; 8. Nilsson (SWE), Haeggman (SWE) je 211. 10. u. a. Jimenez, Wiesberger je 212. Weiter: 23. Maurer 214; 30. Harrington 215. 37. Schwab, Wiegele je 216; 63. Pogatschnigg 221; 67. Bacher 222.

Startzeiten heute: 9.30 Uhr: Schwab. 9.40: Wiegele. 10.10: Harrington, Maurer. 11.10: Wiesberger. 11.20: Jimenez.

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