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Zuletzt aktualisiert: 23.08.2010 um 15:35 UhrKommentare

Jimenez kommt nach Atzenbrugg

Nach turbulenten Wochen und der Verlegung im letzten Moment vom GC Fontana nach Atzenbrugg kann das Austrian GolfOpen wieder mit positiven Meldungen aufwarten. Golfstar Jimenez wird beim Turnier antreten.

Miguel Angel Jimenez kommt nach Österreich

Foto © APMiguel Angel Jimenez kommt nach Österreich

Zugesagt für das Turnier der European Tour vom 16.-19. September hat niemand Geringerer als Miguel Angel Jimenez. Der Spanier ist zwar bereits 46 Jahre alt, als 17-facher Tour-Sieger ein Klassemann und als bekennender Genussmensch vor allem auch ein absoluter Publikumsliebling.

Die Austrian GolfOpen sind Höhepunkt eines bemerkenswerten (nieder)österreichischen Golf-Monates September. Den Auftakt machen von 3.-5.9. die zur Damen-Europa-Tour LET zählenden Uniqa Ladies Golf Open im GC Föhrenwald, bei dem gleich sieben aktuelle Saisonsiegerinnen wie Golf-Ikone Laura Davies oder Titelverteidigerin Linda Wessberg am Start sind. Unmittelbar danach (7.-10.9.) geht in Ebreichsdorf ein Turnier der Tour-School (Stage 1) in Szene, ehe es in der dritten Woche im Tullnerfeld zum absoluten Saisonhöhepunkt des österreichischen Golfjahres kommt.

Dass das zur Europa-PGA-Tour zählende Herrenturnier wie jenes der Damen weiterhin auch längerfristig in Österreich gesichert ist, war vor allem einem Kraftakt der Veranstalter, einem auf 2,5 Mio. Euro reduzierten Budget sowie der Treue alter und dem Finden neuer Sponsoren wie dem österreichischen Kosmetik-Konzern "Botarin" (Presenting Sponsor) zu verdanken. Kritik äußerten die Veranstalter Herig Straka und Edwin Weindorfer hingegen am Golfverband, vor allem aber am Bund.

Während man mit dem ÖGV über eine höhere (finanzielle) Unterstützung aber doch zumindest im Gespräch ist, forderte Straka vor allem die nationale Ebene. "Wir sprechen mit 1.000 Fernsehstunden weltweit von der weitest verbreiteten, wiederkehrenden Sportveranstaltung Österreichs. Das könnte doch eine Lok für ein Golf-Tourismusland sein."

Auch Weindorfer wünscht sich mehr Engagement vom Bund. "Ein Budget von drei oder vier Millionen ist in Deutschland wesentlich leichter zu stemmen als in einem kleinen Land wie Österreich. Wir wollen das Turnier aber unbedingt in Österreich halten, denn der Trend der nach Nahost und weiter abwandernden Europa-Turniere ist ohnehin erschreckend."

Mit dem Diamond Country Club im Tullnerfeld hat man jedenfalls bis auf weiteres einen großzügigen Unterstützer und eine interessante neue "Wiese" gefunden. Der Platz, auf dem vor einem Jahr wegen Hochwassers und auch heuer beim Challenger-Turnier "Land unter" geherrscht hatte, wurde mit Hilfe von hochkarätigen Greenkeeping-Experten nun zu einer wahren Herausforderung umgestaltet. Sieben Tees wurden verlegt, am Ende wird dort mit 6.750 Metern der längste Platz Österreichs bestehen. Und das, obwohl auf dem Par-72-Kurs ohnehin schon sehr viel Wasser im Spiel ist.

Mit 20.000 bis 25.000 Zuschauern rechnet man trotz der kurzfristigen Verlegung und der schwierigen Infrastruktur bei der Auflage der Austrian GolfOpen 2010. Viel hängt natürlich vom Abschneiden der Österreicher ab. Martin Wiegele und Markus Brier sind Fixstarter, aus der zweiten Reihe sollen Asse wie Bernd Wiesberger, Roland Steiner und Florian Prägant mitmischen. Dem ÖGV liegen Starts ihrer jungen Amateure wie Matthias Schwab natürlich am Herzen.

Auch das internationale Starterfeld wird sich trotz des einmalig auf 750.000 Euro gesenkten Preisgeldes sehen lassen können. Auf der vorläufigen Nennliste stehen neben Ferrari-Pilot Jimenez Asse wie Niclas Fasth oder der Schwede Peter Hanson, der erst vergangenen Sonntag die Tschechien Open gewonnen hat.

Und es wird weiterverhandelt, weil die GolfOpen die letzte große Möglichkeit zu einer Formüberprüfung für den Ryder Cup sind. U.a. ist man mit einem Major-Sieger 2010 im Gespräch, der aber sicher nicht Martin Kaymer heißen wird. Straka: "Wir verraten noch keinen Namen, aber es könnte noch eine kräftige Überraschung geben."


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