Desaströser Woods bangt um den Ryder Cup
Tiger Woods versagte, bleibt aber auch nach der schlechtesten Turnierbilanz seiner 14-jährigen Profi-Karriere vorerst die Nummer eins der Golf-Weltrangliste.

Foto © APATiger Woods
Als Tiger Woods nach dem 18. Loch mit hängenden Schultern Richtung Klubhaus schlurfte, erinnerte nicht mehr viel an den einst strahlenden Superstar des Sports. Denn, was viele dem Golf-Ass bereits vor seinem Comeback prophezeit hatten, ist jetzt eingetreten. Die privaten Probleme inklusive bevorstehender Scheidung von Noch-Ehefrau Elin Nordegren haben den 34-jährigen US-Amerikaner endgültig in seinem Wohnzimmer, sprich auf dem Golfplatz, eingeholt.
Negativrekorde
Beim Einladungsturnier der World-Championship-Serie in Akron - also jenes Turnier, bei dem der Name Tiger Woods bereits sieben Mal in die Ehrentafel der Sieger eingraviert wurde - fand man den desaströs agierenden Amerikaner in der Ergebnisliste nur auf dem 79. und damit vorletzten Platz. Am Ende hatte der 14-fache Major-Sieger unfassbare 30 Schläge Rückstand auf Sieger Hunter Mahan. Bitteres Beibrot: Die 77er-Schlussrunde, die 298 Schläge insgesamt und die Endplatzierung tragen sich allesamt als Negativrekorde in die bislang 14-jährige Laufbahn des einstigen Überirdischen ein.
"18 über Par spielen ist kein Spaß. Aber mein derzeitiges Spiel überrascht mich nicht. Es war ein hartes Jahr", sagte ein völlig konsternierter "Tiger". Was es zu verbessern gilt? "Ich muss den Ball einfach besser treffen, ich muss besser chippen, ich muss besser putten und muss bessere Ergebnisse erzielen." Na dann...
Ein weiterer zu verdauender Wermutstropfen: Woods rutsche aus den Top acht der US-Rangliste für den Ryder Cup Anfang Oktober in Wales. Kann er sich nächste Woche beim US-PGA-Championship, dem letzten Major-Turnier des Jahres, nicht entscheidend verbessern, ist er schon auf US-Kapitän Corey Pavin angewiesen, der vier zusätzliche Spieler nennen darf.
Zum Schluss aber noch etwas Positives aus dem derzeitigen Dasein des Tiger Woods: Er bleibt zumindest vorläufig die Nummer eins der Welt, da sich Phil Mickelson mit einer 78er-Schlussrunde in Akron selbst ins Abseits schoss.










