Der brutale Weg zum Platz an der "Golf-Sonne"
Die European Tour der Golfer präsentiert sich 2009 so lukrativ wie noch nie. Um am großen Geldkuchen mitnaschen zu dürfen, muss man schiwerige Hürden überqueren.

Foto © APMarkus Brier schlägt in Singapur ab
Sprechen die Deutschen vom Fußball, so meinen sie Franz Beckenbauer. Sprechen wir Österreicher vom Golf, so meinen wir Markus Brier. Der mittlerweile 40-jährige Wiener verschaffte sich im Jahr 2000 als erster Österreicher den Zutritt auf die European Tour, hält sich seitdem ununterbrochen im "Konzert der Großen", konnte bereits zwei Turniersiege hamstern und machte das Geduldsspiel in der "Alpenrepublik" salonfähig.
Ausscheidungs-Kriterien. Donnerstag schlägt der studierte Betriebswirt bei den zur Asien-Tour zählenden "Singapur Open" ab. Zeitgleich rittern die beiden Steirer Martin Wiegele und Roland Steiner sowie Thomas Feyrsinger und Bernd Wiesberger im spanischen Girona beim so genannten "Tourschool-Finale" darum, neben Brier eines der begehrten Tickets für die Saison 2009 auf der European Tour zu ergattern. Die Ausscheidungs-Kriterien für einen Platz an der lukrativen "Golf-Sonne" sind aber brutal:
Für ein Nenngeld von 1650 Euro haben sich heuer 971 Golfer für die Qualifikationsmühlen gemeldet.
"Nachsitzen". In den ersten beiden Vorrunden wurde kräftig "ausgemistet", denn nur die besten 156 Spieler sind ab Donnerstag beim Finale dabei. Dieses geht über sechs Runden - und nur die Top 30 plus Schlaggleichen erhalten am Ende die Spielberechtigung für die European Tour 2009.
Heuer jagten im Konzert der Großen neben Brier noch Wiegele und Florian Prägant (beide qualifizierten sich über die Tourschool, beide konnten die Tourkarte aber nicht halten) die Bälle die Fairways hinaus - Wiegele muss nun wie 2004 "nachsitzen", Prägant ist bereits in der Vorrunde gescheitert.
Ab nach Dubai. All diejenigen, die den Sprung auf die große Tour schaffen, erwartet heuer übrigens erstmals das "Race to Dubai". Nach 53 Turnieren in 40 Ländern geht es am Ende der Saison für die besten 60 Spieler im arabischen Emirat um 7,8 Millionen Euro Preisgeld plus Bonus.









