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Zuletzt aktualisiert: 18.09.2008 um 21:09 UhrKommentare

Der Weg zum Erfolg

Der "Golf-Kampf der Kontinente" war zuletzt zwei Mal eine europäische Feier. Deswegen sind die Mannen von Kapitän Nick Faldo auch in den USA die Favoriten.

Nick Faldo

Foto © APNick Faldo

Es war 1927, als Samuel Ryder beschloss, dass es einen Golf-Wettkampf geben sollte. Einen zwischen den Golfern Großbritanniens und jenen der USA. Er stiftete einen Pokal, der damals einem Wert von 250 Pfund entsprach - der Rest ist Geschichte.

"Kantersieg". Freitag (ab 14.00 Uhr, live Premiere) erfolgt im Valhalla Golf-Klub in Louisville, Kentucky, bereits zum 37. Mal der Abschlag zu diesem Vergleich. Wenn auch seit 1978 das Team Großbritanniens auf Europa erweitert wurde. Dieses europäische Team war zuletzt unschlagbar: Zwei Mal gab es einen, golferisch gesehen, "Kantersieg": 18,5:9,5 hieß es nach 16 Vierern und zwölf Einzel-Lochwettspielen. In diesem Jahr müssen die US-Amerikaner auch noch ohne ihre Nummer eins Tiger Woods auskommen, der verletzt fehlt. Und deshalb ist das Team rund um den englischen Kapitän Nick Faldo gegen die Auswahl seines Gegenübers Paul Azinger Favorit - obwohl in den USA gespielt wird.

Stimmungskanone. Mit verantwortlich dafür ist vor allem ein Mann: Sergio Garcia. Der Spanier ist trotz seiner erst 28 Jahre schon ein Routinier im Ryder-Cup. Vier Mal war er bisher dabei, seine Bilanz ist erstaunlich: 14 Siege, zwei Unentschieden und nur zwei Niederlagen stehen beim ihm zu Buche. Viel wichtiger aber: Sergio Garcia ist so etwas wie der personifizierte Teamgeist - jener Zusammenhalt, der zuletzt meist als "Hauptursacher" für die europäischen Triumphe angesehen wurde. Garcia versprüht gute Laune, Garcia hält das Team zusammen, ist zur Führungsperson gereift. "Sergio ist unglaublich auf dem Platz", sagt Nick Faldo, "und großartig außerhalb des Platzes. Er ist einer meiner Schlüsselspieler."

Anspannung gelöst. So wie vor dem ersten Training, als Faldo das gesamte Team vor dem ersten Abschlag versammelte und die wichtigsten Spieler darum bat, einige Worte zu sprechen. Über den Ryder Cup. Nach Faldo ergriffen Lee Westwood und Padraig Harrington das Wort, dann kam Garcia. "Vor uns liegt", begann er und machte eine Pause, "ein Dogleg links." Mit einem Schlag war die Anspannung gelöst, auch für die vier Debütanten Sören Hansen, Graeme McDowell, Justin Rose und Oliver Wilson. Die Amerikaner haben wegen Garcia sogar das Format und die Abfolge der Spiele geändert - vielleicht, um mit einem Sieg über den Spanier das Momentum zu drehen. Der reagierte cool: "Ich sag's nochmal: Auch wenn ich alle Spiele verliere - solange Europa gewinnt, ist's mir völlig egal!"

MICHAEL SCHUEN

37. Ryder Cup

Spielort: Valhalla Golf Club, Louisville

Team Europa: Paul Casey (ENG), Sergio Garcia (ESP), Sören Hansen (DEN), Padraig Harrington (IRL), Miguel Angel Jimenez (ESP), Robert Karlsson (ESP), Graeme McDowell (NIR), Ian Poulter (ENG), Justin Rose (ENG), Henrik Stenson (SWE), Lee Westwood (ENG), Oliver Wilson (ENG)

Team USA: Chad Campbell, Stewart Cink, Ben Curtis, Jim Furyk, J.B. Holmes, Anthony Kim, Justin Leonard, Hunter Mahan, Phil Mickelson, Kenny Perry, Steve Stricker, Boo Weekley

Bilanz: 8:6 für Europa

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