Golf: Es war ein Spiel des Lebens
Trevor Immelman triumphierte erstmals beim US Masters und besiegte den Krebs sowie Tiger Woods.

Foto © APTrevor Immelman bewieß seine Stärke
Es ist wieder einmal eine jener Geschichten, wie sie eben nur das Leben schreiben kann. Und gerade dieses gestaltete sich für Trevor Immelman die letzten Jahre in Form einer permanenten Hochschaubahn der Gefühle. 1998, ein Jahr nachdem der Südafrikaner das bedeutende US-Golf-Amateur-Public-Links gewann, wechselte der Sympathieträger aus Cape Town ins Profilager. Dort ließen die Erfolge nicht lange auf sich warten - Immelman sammelte mit Siegen auf der European- sowie auch auf der US-PGA-Tour bald jede Menge Lorbeeren.
Großer Familiensinn.
Den nächsten Höhepunkt setzte er 2005 als der heute 28-Jährige beim US Masters den respektablen fünften Platz einspielte. Im Jahr darauf versetzte Immelman die Fachwelt mit seinem ausgeprägten Familiensinn ins Staunen. Da seine Sandkistenliebe Carmenita, die er 2003 geheiratet hatte, Sohnemann Jacob gebar, verzichtete der Golf-Profi sogar auf ein Antreten bei den prestigeträchtigen British Open.
Diagnose: Krebs. Ende 2007 bog sein Dasein allerdings auf die Schattenseite ab. Immelman litt plötzlich unter extremen Rückenschmerzen, deren Ursache sich als gutartiger Tumor im Zwerchfell herausstellte. Dieser wurde ihm im Dezember entfernt. Womit wir beim märchenhaften Comeback angelangt sind. Denn nur vier Monate nach dem schwierigen Eingriff schlüpfte der afrikanische Außenseiter mit einem Start-Ziel-Sieg nun erstmals in das "Grüne Jackett" des US-Masterssiegers. Zudem kassierte Immelman einen satten Preisgeldscheck über 821.070 Euro und vermasselte dem zweitplatzierten Favoriten Tiger Woods mit drei Schlägen Vorsprung dessen fünften Triumph in Augusta sowie das angepeilte Ziel, heuer erstmals den Grand Slam zu holen.
Ebenso beeindruckend: Immelman war als nur 129. der amerikanischen Preisgeld-Rangliste angereist, ein 40. Rang war sein bisher bestes Saisonergebnis. "Ich habe probiert, stark zu bleiben und nur von einem Schlag zum nächsten zu denken. Jetzt kann ich es kaum glauben, dass ich es geschafft habe", strahlte der Überraschungsmann.
Prominente Unterstützung.
Der glückliche Sieger durfte sich übrigens prominenter Unterstützung erfreuen. Denn vor der Finalrunde erhielt Immelman ausgerechnet von Gary Player, dem letzten Masters-Triumphator Südafrikas (1978), entscheidende Ratschläge. "Das hat mir sehr viel geholfen."
Features
US-Masters-Sieger
- 2008: Trevor Immelman (RSA)
- 2007: Zach Johnson (USA)
- 2006: Phil Mickelson (USA)
- 2005: Tiger Woods (USA)
- 2004: Phil Mickelson (USA)
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Tiger Woods musste sich geschlagen gebenFoto © APA









