Begegnung der gleichen Art
Die Sicherheitskontrollen vor den Stadien sind natürlich unerlässlich, sie können aber auch nerven. Ein Bericht über die Hürden, die überwunden werden müssen, um in die Stadien zu gelangen.

Foto © APPolizei und private Sicherheitskräfte sorgen für Ordnung
Bei der relativ kurzen Anfahrt in die sehenswerte Durban-Arena musste ich mindestens acht Schleusen passieren und überall mit allen möglichen Erklärungsversuchen die als Freiwillige (Volunteers) getarnten Wächter überzeugen, dass ich den Parkplatz benötige. Für kein einziges Spiel, in dem mir eine Matchkarte zugestanden wurde, bekam ich auch offiziell ein Parkticket. Daher musste ich permanent improvisieren. Meistens waren diese Bemühungen von Erfolg gekrönt, denn die Volunteers waren doch nicht so unerbittlich wie es richtige Security-Guards vermutlich gewesen wären. Eine nicht zumindest mit einer Akkreditierung ausgestattete Person aber hätte aufgrund der Vielzahl der Hindernisse überhaupt keine Chance, in die Nähe eines WM-Stadions zu kommen. Darüber hinaus sind die Sicherheitsvorkehrungen, ohne dass dies nach außen hin groß auffallen würde, beachtlich. Allein beim gestrigen Halbfinalmatch zwischen Deutschland und Spanien kamen nicht weniger als 5000 Polizisten zum Einsatz. Sie fallen aber kaum auf, zumal sie sich in Zurückhaltung üben und sich wie das gesamte Volk im Land durch außerordentliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft auszeichnen.
Sicherheit ist allerdings ein relativer Begriff. Auch am Ende von Afrika, direkt am Indischen Ozean, kann es passieren, dass man durchaus überraschend einem Bekannten aus der Heimat begegnet. Josef Loibnegger, der Präsident des Neo-Regionalliga-Klubs Austria Klagenfurt, ruft plötzlich meinen Namen. Loibnegger lässt sich seit vielen Jahren keine Fußball-Weltmeisterschaft entgehen und ist regelmäßig bei den entscheidenden Spielen live dabei. Bemerkenswert ist der Umstand, dass die gleiche Begegnung schon vier Jahre zuvor geschah: Am Bahnhof von Dortmund wartete ich gerade auf einen Zug, als inmitten von Tausenden Brasilianern und Japanern Loibnegger und der Ur-Austrianer Helmut König vor mir standen. Alles ist möglich. Herzlichst
















