Die Vuvuzela-Nacht im Hotelzimmer
Und offensichtlich wollen Tausende von Johannesburgern stündlich überprüfen, ob ihr Lieblingsinstrument auch nach den ersten Spieltagen noch einwandfrei funktioniere.

Foto ©
Nicht, dass ich mir vom Blick in den Morgenspiegel noch Besonderes erwarten würde. Aber diesmal war es schlimm. Sehr schlimm, sogar. Und ich kann gar nichts dafür.
Schließlich sind nächtens Herden von trompetenden Elefanten durch mein Zimmer gezogen. Zumindest machte es so einen Lärm. Im Hotel war Vuvuzela-Nacht. Die Vuvuzela ist ja diese Trompete, mit der sich wahlweise Elefanten oder Bienenschwärme nachahmen lassen.
Und offensichtlich wollten Tausende von Johannesburgern (darunter natürlich auch die vom Hotel) stündlich überprüfen, ob ihr Lieblingsinstrument auch nach den ersten Spieltagen noch einwandfrei funktioniere. Eine Kreissäge kommt auf ungefähr 100 Dezibel. Wer kräftige Lungen hat, kann die Vuvuzela auf 123,6 Dezibel hochposaunen. Viele haben hier kräftige Lungen. Der unter meinem Hotelzimmer ebenfalls.
Dafür konnte der Taxifahrer aber Taxi fahren wie es nur ganz wenige können. Sogar in Johannesburg. Gut, er war eine Stunde und 25 Minuten zu spät zum verabredeten Treffpunkt gekommen. Aber denen, die gesagt haben, dass wir deshalb im größten Verkehrsstau des Jahres nie und nimmer pünktlich zum WM-Match kommen würden, hat er es gezeigt. Und wie. Tröööööööt!
















