Italiens Torhüter Gianluigi Buffon droht das WM-Aus
Ein Ausfall des Keepers wäre für Titelverteidiger Italien ein schwerer Schlag. "Mache mir große Sorgen um meine WM", sagte der Tormann und schockt Italiens WM-Tross.

Foto © APGianluigi Buffon
Italiens Nationaltormann Gianluigi Buffon droht wegen eines leichten Bandscheibenvorfalls das Aus bei der Fußball-WM in Südafrika. Trotz der niederschmetternden Diagnose will der Juventus-Turin-Goalie aber seinen Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung noch nicht aufgeben. "Buffon und wir wollen sein Comeback versuchen", sagte Teamarzt Castellacci.
Wann der Weltklassetorhüter und Teamkollege von Alexander Manninger bei Juventus Turin in Südafrika wieder einsetzbar ist, sei aber nicht absehbar. "Eine Prognose ist nicht möglich", erklärte der Arzt. Gegen Neuseeland wird der vierfache Welttorhüter am Sonntag fix ausfallen, im letzten Gruppenspiel gegen die Slowakei (24. Juni) wohl auch. Buffon wird dabei vom international unerfahrenen Federico Marchetti ersetzt. Der Cagliari-Schlussmann war bereits beim 1:1 gegen Paraguay in der zweiten Hälfte im Tor gestanden.
Ein Schock für die Squadra
Buffons Verletzung ist jedenfalls ein Schock für die "Squadra Azzurra". "Buffon ist ein einzigartiger Spieler", sagte nicht nur Italiens Fußballverbands-Präsident Giancarlo Abete. "Er fehlt uns nicht nur als Keeper, sondern vor allem als charismatischer Leader", meinte Abwehrspieler Giorgio Chiellini kurz bevor das Ergebnis der Untersuchung in einer Klinik in Pretoria bekanntwurde. Buffons Vereinskollege machte keinen Hehl daraus, wie schwer der Verlust des Stammkeepers wiegt: "Der Torhüter ist von fundamentaler Bedeutung für ein Team. Er und die Mittelstürmer entscheiden Spiele."
Der 32-jährige Buffon hatte bereits geahnt, dass er sich beim Aufwärmen vor dem Auftaktspiel gegen Paraguay (1:1) am Montagabend in Kapstadt schwerer verletzt hatte, als zunächst angenommen. "Ich mache mir große Sorgen um meine WM", sagte der Weltklassekeeper am Tag nach dem Spiel. Zunächst waren die Italiener von "starken Beschwerden am Ischiasnerv aufgrund schon länger andauernder Wirbelsäulenprobleme" ausgegangen.
Buffon hatte in der Vergangenheit schon einmal ähnliche Probleme. "Es ist kein neues Problem", verdeutlichte auch Castellacci. Im Jänner 2008 hatte der Juventus-Tormann einige Partien wegen Rückenproblemen auslassen müssen. Die Italiener haben bei der FIFA bereits angefragt, ob sie für die weitere Behandlung Kortison verabreichen dürfen.
Gegen Neuseeland wird am Sonntag in Nelspruit damit Marchetti zu seinem siebenten Länderspieleinsatz kommen. Der 27-Jährige hat sich mit guten Spielen in der Serie A einen Namen gemacht, allerdings erst vor einem Jahr sein Debüt im Nationalteam gegeben. Sollte Buffon doch noch komplett ausfallen, dürfte Nationalcoach Marcello Lippi Palermos Torwart Salvatore Sirigu nachnominieren.






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