Es ist die WM der Südamerikaner
Ob Brasilien, Argentinien, Uruguay, Chile oder Paraguay - die Teams aus Südamerika überzeugten und verloren noch kein Spiel. Alle fünf nehmen Kurs auf das Achtelfinale.

Foto © APMaradona: Von der Lachnummer zum unaufhaltbaren Favoriten?
Europas Fußball-Großmächte haben bei der WM schwer zu kämpfen - ob Italien, Frankreich, England oder Deutschland, alle müssen sich mehr plagen, als ihnen lieb ist. Die Afrikaner liegen mit Ausnahme Ghanas überhaupt komplett darnieder. Nur ein (Teil-)Kontinent versteht bisher zu glänzen: Südamerika. Alle fünf Starter liegen voll auf Aufstiegskurs und verdienen eine nähere Betrachtung. Denn sie haben noch kein Spiel verloren.
Uruguay
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Der Weltmeister von 1930 und 1950 ist bisher eine der positiven Überraschungen. Rund um die Stürmerstars Forlan und Suarez entstand eine solide Elf. Ein Punkt gegen Frankreich und ein klares 3:0 gegen Südafrika, das sieht mehr als ordentlich aus. Darum reicht heute schon ein Remis im letzten Gruppenspiel gegen Mexiko zum Aufstieg - da auch dem Gegner der eine Punkt reichen würde, gilt das Unentschieden unter Experten quasi als fix. Auch wenn es beide Teams heftig bestreiten.
Argentinien
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Die Gauchos wurden bisher ihrer (Co-) Favoritenrolle voll gerecht. Das 1:0 gegen Nigeria war noch etwas knapp, das 4:1 gegen Südkorea rückte alles ins rechte Licht. Messi zaubert, Higuain trifft und Teamchef Maradona lenkt die Presse ab. Wie zuletzt, als gerade er von der "Doppel-Hand" vor dem Tor des Brasilianers Luis Fabiano regelrecht "schockiert" gewesen sein will. Perfekte Aufgabenteilung jedenfalls. Im heutigen letzten Gruppen-Match gegen Griechenland gönnt man sich den Luxus, Stars wie Higuain zu schonen. Mit Leuten wie Champions-League-Triumphator Diego Milito als Nachrücker bedeutet das aber nicht unbedingt eine einfachere Aufgabe für die Griechen. Lionel Messi soll heute spielen.
Chile
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Sechs Punkte aus zwei Spielen und damit auch voll auf Aufstiegskurs. Spielerisch weiß der Geheimtipp bisher zu gefallen und zeigt, warum man Zweiter hinter Brasilien in der Südamerika-Qualifikation wurde. Das einzige große Manko der Minimalisten bleibt die Chancenauswertung - sowohl gegen Honduras als auch gegen die Schweiz (jeweils 1:0) wurden unzählige Möglichkeiten versiebt. Das könnte sich gegen stärkere Gegner rächen. Schließlich wartet noch Spanien, das sicher nicht so viele Chancen zulässt.
Brasilien
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Von den Ergebnissen her hat die "Selecao" überzeugt, spielerisch nur teilweise. Vor allem Spielmacher Kaka ist ein akutes Problem, er konnte bisher nur selten Akzente setzen. Wenn, dann aber entscheidende. Im dritten Spiel gegen Portugal ist er gesperrt, was aber halb so schlimm ist, denn Brasilien ist bereits fix im Achtelfinale. Dort wäre aber eine leichte spielerische Steigerung zumindest kein Nachteil.
Paraguay
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Auch schon mit einem Fuß im Achtelfinale, denn eine Niederlage gegen Außenseiter Neuseeland in der letzten Partie scheint doch eher unwahrscheinlich. Zumal Paraguay in der Italien-Gruppe bisher um einiges überzeugender auftrat, als der Titelverteidiger selbst. Beim 2:0 gegen die Slowakei kamen nie Zweifel auf. Das Prunkstück bei Paraguay ist wie bei eigentlich allen Teams aus Südamerika die Offensivabteilung - hier mit Roque Santa Cruz und dem Dortmund-Duo Nelson Valdez/Lucas Barrios.






Uruguay
Mexiko
Südafrika
Frankreich









