Karrierehöhepunkt: Howard Webb pfeift das Finale
Vor zwei Jahren hat Howard Webb noch als Schiedsrichter-Loser vorzeitig von der EURO nach Hause fahren müssen. Strittige Entscheidungen in der Partie Österreich - Polen (1:1) machten ihn zum Buhmann.

Foto © ReutersHoward Webb
An diesem Sonntag steht der Engländer als Star seiner oft kritisierten Zunft auf der größten Fußball-Bühne. Die FIFA hat den Polizisten aus Rotherham zum Referee des WM-Endspiels zwischen Spanien und den Niederlanden ernannt. Eine außergewöhnliche Karriere erreicht damit ihren Gipfel.
Drei Tage vor seinem 39. Geburtstag pfeift Webb, der erst im Mai das Champions-League-Finale zwischen Inter Mailand und Bayern München (2:0) geleitet hatte, auch das weltweit wichtigste Spiel des Jahres und setzt damit eine englische Tradition fort. Zum vierten Mal kommt der Unparteiische im WM-Endspiel aus dem Fußball-Mutterland - bisher letzter in dieser Reihe war vor 36 Jahren John Taylor beim Finale Deutschland gegen Niederlande (2:1) in München.
Selbstkritischer Webb
Die viel diskutierten Schiedsrichter-Leistungen seiner Kollegen bei der WM in Südafrika sieht der diesmal fehlerfreie Webb nicht unkritisch. "Es gibt keinen Grund, dass wir uns zurücklehnen und sagen, alles sei perfekt", sagte er am Tag vor dem Finale. "Aber die große Mehrheit der Entscheidungen waren sehr vernünftig und korrekt."
Für Schmunzeln sorgte indes Webbs Ehefrau Kay in einem Interview. "Ich weiß nicht, wie er das auf dem Spielfeld macht, er hat ja nicht einmal seine eigenen Kinder unter Kontrolle", zeigte sie sich von der Final-Nominierung ihres Mannes überrascht. Das Paar hat drei Kinder, Holly (8), Jack (6) und Lucy (3).
















