FIFA rügt Deutschland und England
Keine Strafe, aber Missbilligung durch den Fußball-Weltverband FIFA: Jogi Löw erschien nicht zur Pressekonferenz vor dem England-Spiel. Bei der englischen Pressekonferenz waren nur Fragen von Briten erlaubt.

Foto © APAJogi Löw schwänzte die PK.
Nachdem der deutsche Bundestrainer Joachim Löw die Pressekonferenz vor dem Achtelfinale gegen England geschwänzt hatte und bei der englischen PK nur Fragen einheimischer Reporter zugelassen wurden, müssen beide Teams nicht mit Sanktionen rechnen.
"Es gibt in einem solchen Fall keine disziplinarischen Bestimmungen", sagte FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot am Sonntag in Johannesburg. Allerdings gebe es Richtlinien, an die sich jeder WM-Teilnehmer zu halten habe. "Das Fair Play muss auch außerhalb des Spielfeldes Anwendung finden. Wir haben zur Kenntnis genommen, was passiert ist", erklärte Maingot. Darüber hinaus wolle die FIFA keine weiteren Kommentare abgeben.
Am Samstagabend hatte Löw seinen Tormanntrainer Andreas Köpke zur Pressekonferenz vor dem England-Spiel geschickt und damit die englischen Medienvertreter verärgert. Köpke begründete die Entscheidung mit zeitlichen Engpässen. Für Ärger sorgte auch die offizielle Pressekonferenz der Engländer, die für die internationalen Vertreter keine zehn Minuten gedauert hat. Alle englischen Sonntagszeitungen durften anschließend in einem anderen Raum noch weitere Fragen stellen.
















