Palme zog weitgehend positive erste Bilanz
Heinz Palme, Mitarbeiter des lokalen Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, hat nach dem Abschluss der ersten Runde der Gruppenphase eine weitgehend positive Bilanz gezogen.

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Schwerwiegende Zwischenfälle seien bisher ausgeblieben, die angereisten Fans sorgten gemeinsam mit der begeisterungsfähigen Bevölkerung für echtes WM-Feeling. Vor allem mit der Organisation an seinem Stützpunkt Kapstadt ist Palme zufrieden. "Es passt alles, wir waren auf alles vorbereitet", erklärte der 51-Jährige. Damit waren er und seine Kollegen auch gut beraten, schließlich führte ein Streik von Security-Beamten dazu, dass der Sicherheitsbereich von der Polizei übernommen werden musste.
Raubüberfälle stehen an der Tagesordnung
"Wir haben gewusst, dass es da Schwachstellen geben könnte, schnell reagiert und die Polizei und Volunteers selbst geschult", berichtete Palme. Auch die An- und Abreise zum Stadion in Kapstadt funktioniere gut. "Es gibt ein öffentliches Transportsystem, das perfekt funktioniert", sagte der gebürtige Steirer. Selbiges kann man von Johannesburg nicht behaupten. Das regelmäßige Verkehrschaos, das schon für tausende Fans einen Matchbesuch unmöglich machte, war laut Palme absehbar. "Für mich ist das keine Überraschung. Johannesburg ist schon im Normalbetrieb verkehrstechnisch ein Problem, Gott sei Dank musste ich die Vorfälle dort nicht persönlich erleben."
Bisher blieben in Südafrika zwar die gravierenden Gewaltverbrechen aus, Raubüberfälle stehen jedoch an der Tagesordnung, was auch Palme zugeben musste. "Solche Dinge kann man nicht ausschließen. Jeder muss eben auf sich selbst aufpassen und darf sich nicht auf andere verlassen", forderte der frühere Geschäftsführer von "2008 - Österreich am Ball" und General-Koordinator der WM 2006 in Deutschland. Die Ankündigung von FIFA-Präsident Sepp Blatter, die Welt werde die beste WM aller Zeiten erleben, kann Palme nicht ganz nachvollziehen. "Es ist immer schwierig, wenn man solche Superlative in den Raum stellt und man diese Aussagen dann bestätigen muss. Eine WM hängt immer von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Wir haben jetzt zum Beispiel plötzlich eine Kaltfront bekommen, die sicher Auswirkung auf die Stimmung beim Turnier hat", vermutete Palme, der am 7. Juli für die Finalphase von Kapstadt nach Johannesburg übersiedelt.
















