Capello lässt sich die WM "vergolden"
Englands Feldherr Fabio Capello ist mit 8,8 Millionen Euro Gehalt pro Jahr der teuerste Teamchef der WM. Am anderen Ende der Skala: Nordkoreas Kim Jon Hun.

Foto © APFabio Capello hat leicht lachen, verdient er doch als englischer Teamchef kein kleines Vermögen
Im Blickpunkt stehen bei der WM die großen Stars auf dem Platz - von Lionel Messi bis Wayne Rooney. Mindestens genauso wichtig sind aber die Teamchefs - die Trainer, die einem Feldherren gleich Strategie und Taktik festlegen und so oft erst die elf Stars am Platz als Einheit funktionieren lassen.
Wie groß der Einfluss der Trainer sein kann, hat sich in der Vergangenheit schon oft genug gezeigt. Etwa zur großen Zeit der Deutschen unter Franz Beckenbauer, die 1990 im WM-Titel gipfelte. Oder auch wenn man an Otto "Rehakles" Rehhagel denkt, der 2004 aus griechischen Nobodys einen Europameister formte, an dessen System sich alle Favoriten die Zähne ausbissen. Auch Marcello Lippi fällt in diese Kategorie, machte er doch Italien bei der letzten WM 2006 nicht unbedingt aus einer Favoritenposition heraus zum Weltmeister.
Mission WM-Titel
Mit ähnlicher Mission ist Fabio Capello in England gestartet. Seit dem Heimtriumph 1966 konnten die Insel-Kicker auf Nationalteam-Ebene keine großen Erfolge mehr feiern. Da jedoch das Mutterland des Fußballs nach Erfolgserlebnissen dürstet, wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um den passenden Erfolgstrainer an Bord zu holen.
Capello hatte mit AC Milan, Juventus, AS Roma und Real Madrid neun Meistertitel geholt, dazu einen Erfolg in der Champions League. Jetzt soll er England zum WM-Titel führen - und das lässt er sich wahrlich fürstlich entlohnen. Mit einem Jahressalär von 8,8 Millionen Euro ist der bald 64-jährige Italiener der mit Abstand teuerste Teamchef bei der WM 2010.
Im "Millionenklub" tummeln sich aber noch neun weitere WM-Trainer (siehe Box), darunter Lippi, Joachim Löw, Bert van Marwijk und Vicente del Bosque. Nicht in den Top Ten sind Carlos Dunga (Brasilien) und Diego Maradona (Argentinien). Am anderen Ende der Skala steht übrigens ein Mann mit weniger klingendem Namen: Nordkoreas Übungsleiter Kim Jong Hun, der "nur" 170.000 Euro jährlich verdient. Noch weniger bekam nur Nigerias Shaibu Amodu (125.000), der aber mittlerweile durch Lars Lagerbäck ersetzt wurde. Matjaz Kek (Slowenien, 245.000) zählt auch nicht zu den Großverdienern. Frankreichs Raymond Domenech muss sich mit 560.000 Euro "begnügen", würde aber für einen WM-Titel 1,1 Millionen extra kassieren.

















