Deutschland gönnt sich nach starker Generalprobe kurze Pause
Fußball-Deutschland ist heiß auf die WM in Südafrika, die schwarz-rot-goldenen Fähnchen flattern schon wieder auf Autos und Häusern.

Foto © GEPAKlose muss sich noch steigern
Die DFB-Spieler dürfen nach der gelungenen Generalprobe am Donnerstag in Frankfurt/Main gegen Bosnien-Herzegowina (3:1) bis Sonntag einen Kurzurlaub bei ihren Familien genießen, auch Bundestrainer Joachim Löw brauste in der Nacht mit dem Auto nach Hause in den Schwarzwald. Nach dem Sieg gegen die Bosnier verriet bzw. deutete Löw seine wichtigsten Erkenntnisse an. Arne Friedrich hat den Platz in der Innenverteidigung neben Per Mertesacker erobert. Kapitän Philipp Lahm wird rechts in der Viererkette verteidigen. Holger Badstuber hat sich in seinem ersten Länderspiel von Beginn an trotz einiger Wackler für die linke Seite empfohlen. Und das neue zentrale Mittelfeld-Duo Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger fängt an zu funktionieren.
Sind in Form
All das sieht man zwar als erste Bestätigung des deutschen Master-Plans, Garant für eine erfolgreiche WM in Südafrika ist es aber noch nicht. "Es ist gut zu sehen, dass wir so gut in Form sind. Aber bei der WM ist es dann doch noch was anderes als in einem Freundschaftsspiel", warnte Vize-Kapitän Schweinsteiger, der als erster Deutscher seit Fritz Walter (1954 im WM-Halbfinale gegen Österreich) zwei Elfmeter in einem Spiel verwandelte. "Natürlich war es wichtig, dass wir jetzt mit einem Sieg und einem guten Gefühl nach Südafrika gehen", kommentierte Löw das Ende einer über dreiwöchigen Vorbereitung, die lange von Pleiten, Pech und Pannen geprägt war. Gleich drei WM-Ausfälle, darunter der des als unersetzlich geltenden Michael Ballack, dazu der späte Einstieg der sieben Spieler vom Champions-League-Finalisten Bayern München.
Doch trotz dieser Widrigkeiten hat Löw aus dem jüngsten WM-Kader seit 76 Jahren schon ein wettbewerbsfähiges Team gezimmert. Die Chancenverwertung bleibt eine große Baustelle. Besonders trifft dies auf Sorgenkind Miroslav Klose zu, der WM-Torschützenkönig von 2006 läuft weiter der Form nach. Er spürt einen Cacau in Torform im Nacken. "Jetzt möchte ich spielen. Das ist mein Ziel", erklärte Cacau. Nach dem Wiedersehen am Sonntag in Frankfurt geht es abends mit dem Airbus 380 nach Südafrika, wo es am 13. Juni in Durban gegen Australien ernst wird.
















