Drohender WM-Ausschluss Chiles abgewendet
Verein zog Klage gegen Abstieg aus dem Oberhaus zurück.

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Die Fußball-Fans in Chile atmen auf, nachdem der Verein Rangers de Talca am Donnerstag eine Klage gegen seinen Abstieg aus der obersten nationalen Liga zurückgezogen und damit den drohenden Ausschluss des südamerikanischen Landes von der WM 2010 in Südafrika abgewendet hat. Die Rücknahme der Klage wurde vom Konkursverwalter des Vereins, Cristian Herrera, bestätigt. Eine Klage vor einem ordentlichen Gericht ist nach den Regeln des Weltfußballverbandes (FIFA) verboten. Der Verband hatte zuvor gewarnt, Chile werde von allen internationalen Spielen und damit auch von der WM im kommenden Jahr ausgeschlossen, wenn die Klage nicht zurückgezogen oder der Verein bestraft werde.
Die Rangers hatten in einem Spiel aus Versehen sechs Ausländer eingesetzt. Das war einer mehr als erlaubt und der nationale chilenische Fußballverband (ANFP) zog dem Club daraufhin drei Punkte ab, was den Abstieg bedeutete. Der Verein klagte gegen die Entscheidung, wollte erreichen, dass die Punkte erst in der kommenden Saison - bei gleichzeitigem Verbleib des Vereins im Oberhaus - abgezogen werden. Der Präsident des südamerikanischen Fußballverbandes (Conmebol), Nicolas Leoz, hatte noch kurz vor der Beilegung der Krise betont, die Lage sei sehr ernst. "Was in Chile vorgeht, ist sehr besorgniserregend. Die FIFA ist in solchen Fragen sehr drastisch und das Risiko eines Ausschlusses ist real. Es muss sofort gehandelt werden", warnte er. Chile hat sich nach zwölf erfolglosen Jahren wieder einmal für eine Fußball-WM qualifiziert.
















