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Zuletzt aktualisiert: 11.08.2009 um 08:18 UhrKommentare

Die neue Generation im Nationalteam

Teamchef Didi Constantini setzt auf die Jugend. Beim Länderspiel in Klagenfurt wird Mittwoch (20.30 Uhr) gegen Kamerun eine "junge Welle" in Mode kommen.

Aleksandar Dragovic ist einer der Youngsters im ÖFB-Team

Foto © GEPAAleksandar Dragovic ist einer der Youngsters im ÖFB-Team

Jung, frech, dynamisch und erfolgreich. Eine neue Welle rollt in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Ob es die perfekte Welle ist, wird die Zukunft zeigen. Teamchef Didi Constantini setzt jedenfalls weiter auf die Jugend, bleibt auf seinem eingeschlagenen Kurs.

Sehr gute Stimmung

Christopher Trimmel und Christopher Drazan sind die Debütanten Nummer fünf und sechs in der Ära Constantini. Zuvor schafften Jakob Jantscher, Daniel Beichler, Aleksandar Dragovic und Yasin Pehlivan den Sprung in die Nationalmannschaft. "Es ist wichtig, dass solche Spieler reinschnuppern und Animo bekommen, dranzubleiben", sagt der Teamchef. Von Experimenten will Constantini nichts hören. "Ich hol' die Spieler nicht für einmal." Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist sehr gut. Sebastian Prödl, der vor zwei Jahren sein Debüt gefeiert hat und nun schon zu den Routiniers zählt, sagt: "Jetzt geht es um die Mannschaft, nicht mehr um einzelne Spieler." Die "junge Welle" im Überblick:

Sebastian Prödl, 22 Jahre: Der Bremen-Legionär zählt trotz seiner Jugend schon zu den Routiniers. Sein Debüt feierte er im Mai 2007 gegen Schottland (2:2) in Graz. Inzwischen brachte es der Steirer auf 20 Teameinsätze und erzielte zwei Tore. Derzeit plagt Prödl, für den Bundesligaauftakt gegen Frankfurt (2:3) mies benotet, aber eine Schleimbeutelverletzung, er ist gegen Kamerun fraglich.

Aleksandar Dragovic, 18 Jahre: Das heurige Jahr hat für den Österreicher mit serbischer Herkunft nicht gut begonnen. beim Stadthallen-Turnier in Wien erlitt er einen offenen Nasenbeinbruch. Ab dann ging es mit Dragovic bergauf. Nach Einsätzen bei der Austria Wien debütierte er am 6. Juni bei der 0:1-Niederlage gegen Serbien und sorgte mit seiner Leistung für positives Aufsehen. Dynamisch, beweglich, schnell und ein gutes Auge für seine Mitspieler bringt Dragovic mit.

Jakob Jantscher, 20 Jahre: Seine Formkurve zeigt seit der vergangenen Saison steil nach oben. Das bemerkte auch Teamchef Didi Constantini und ließ den Sturm-Spieler erstmals am 6. Juni dieses Jahres bei der 0:1-Niederlage auswärts gegen Serbien für Österreich spielen. Bei den Grazern zählt er zu den Stützen der Mannschaft.

Yasin Pehlivan, 20 Jahre: Auch er hat gute Erinnerungen an Klagenfurt. Beim 2:1-Sieg gegen Rumänien feierte der Rapidler sein Team-Debüt. Er gehört genau zu jener Generation, die Teamchef Didi Constantini in seiner Mannschaft haben will. Schnell, technisch versiert und willig. In seinen bisherigen zwei Spielen für Österreich hat Pehlivan entsprochen.

Christopher Drazan, 18 Jahre: Wie Trimmel heißt auch er Christopher, spielt auch bei Rapid und wurde auch zum ersten Mal ins Team einberufen. Trotz seiner Jugend zählt Drazan zu den technisch besten Spielern beim Rekordmeister. Er wird sich mit Sturms Jakob Jantscher auf der linken Seite ein Duell um einen Platz in der Anfangsformation liefern.

Christopher Trimmel, 22 Jahre: Der 1,89-m-Hüne ist erstmals bei der rot-weiß-roten Auswahl dabei. Der Rapidler machte bei 5:1-Sieg über Austria Kärnten erstmals am 2. August dieses Jahres auf sich aufmerksam. Er erzielte in 6:12 Minuten einen lupenreinen Hattrick. Und im Europacup köpfelte er Rapid gegen Kinyras Peyias eine Runde weiter.

Zlatko Junuzovic, 21 Jahre: Der Edeltechniker feierte sein Team-Debüt bei der 0:2-Niederlage im freundschaftlichen Länderspiel im Happel-Stadion gegen Kanada am 1. März 2006. Er brachte es bisher auf vier Einsätze. Der Wechsel von Austria Kärnten zu Austria Wien in diesem Sommer verhalf ihm wieder zur Einberufung. Junuzovic ist schnell, stark am Ball und ist in der Lage seine Mitspieler gut in Szene zu setzen. Er hat zudem einen guten Schuss.

Jimmy Hoffer, 22 Jahre: Die kleine "Rakete" streifte bereits elf Mal das Team-Trikot über und erzielte zwei Tore. Beide Treffer machte er beim 2:1-Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien. Wo? In Klagenfurt. Damals stürmte Hoffer noch für Rapid. Inzwischen wechselte er für kolportierte fünf Millionen Euro zum italienischen Serie-A-Klub SSC Napoli. Von der anderen Fußball-Welt ist Hoffer beeindruckt. "Im Training gibt es keinen hohen Ball und beim Freundschaftsspiel waren zwischen 50.000 und 60.000 Besucher da", staunte er.

PETER KLIMKEIT, HUBERT GIGLER

22.000 Tickets weg

Der Karten-Vorverkauf für das Länderspiel läuft auf Hochtouren. Über 22.000 Tickets wurden bereits abgesetzt. Karten gibt es direkt beim Stadion (Dienstag von 10 bis 18 Uhr und am Spieltag ab 10 Uhr). Auf der A2 und der Messe werden Parkplätze eingerichtet. Von dort gibt es einen kostenlosen Shuttleservice mit Bussen.

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