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    Zuletzt aktualisiert: 02.04.2009 um 12:08 UhrKommentare

    "Laufende Handgranate" Hoffer: "Schöner geht's nicht"

    "Ich gebe jeden Tag hundert Prozent". Prödl: "Fast zu gut für die österreichische Liga".

    Foto © APA

    Erwin "Jimmy" Hoffer macht endlich auch im österreichischen Nationalteam das, was er bei Rapid schon lange tut: Tore schießen. In seinem zehnten Länderspiel platzte beim 21-Jährigen der Knoten, der aktuell in beneidenswerter Hochform agierende Hoffer schoss Österreich am Mittwochabend mit seinen ersten beiden Treffern im ÖFB-Trikot zum 2:1-Sieg in der WM-Qualifikation gegen Rumänien. "Zu Hause gewinnen und zwei Tore schießen, schöner geht's einfach nicht", meinte Österreichs gefeierter Matchwinner von Klagenfurt.

    Oberschenkel. Bei der Ursachenforschung für seinen aktuellen Erfolgsrun - Hoffer hält aktuell bei 19 Ligatreffern - nannte der wieselflinke und kaltschnäuzige Angreifer vor allem die harte tägliche Trainingsarbeit. "Ich gebe jeden Tag hundert Prozent, und dafür wird man irgendwann belohnt. Ich hoffe, dass es so weiter geht." Dabei hatte die Partie im Wörthersee-Stadion, in dem er seit 18. Februar in drei Ligapartien viermal getroffen hat, alles andere als gut begonnen, denn nach wenigen Minuten kassierte Hoffer einen schmerzhaften "Pferdekuss" am Oberschenkel.

    Schüsse. Doch das hinderte ihn nicht daran, wenige Sekunden nach dem Führungstreffer der Rumänen durch Cristian Tanase (24.) im Gegenzug per klassischem "Spitz" flach ins linke Eck den Ausgleich zu erzielen. "Wir haben nach dem 0:1 nicht den Kopf verloren und gleich die richtige Antwort gegeben. Solche Schüsse sind meist die unangenehmsten für den Tormann. Aber ich wusste, dass ein Tor zum Sieg nicht reicht." Deshalb legte er kurz vor der Pause auch sein zweites nach, wieder in eiskalter und schnörkelloser Manier.

    Pfiff. Nach der Pause versuchte Hoffer, sich trotz der Blessur weiter durchzukämpfen, doch nach wenigen Minuten musste er dann Rubin Okotie Platz machen. Von den Fans wurde Hoffer bei seiner Auswechslung in der 54. Minute begeistert gefeiert, von seinem Teamchef und seinen Mitspielern gab es nach Schlusspfiff haufenweise Lob. "Hoffer hat sensationell gespielt, er ist eine laufende Handgranate", formulierte es Dietmar Constantini. "Er ist eine echte Werbung für den österreichischen Fußball und fast zu gut für die österreichische Liga", erklärte Werder-Bremen-Verteidiger Sebastian Prödl.

    Vorzüge. Twente-Enschede-Jungstar Marko Arnautovic meinte über seinen Offensivkollegen: "Hoffer geht einfach durch alles durch. Er ist wie eine Maschine. Wenn es sein muss, nimmt er auch seinen Gegenspieler ins Tor mit." Sein Sturmpartner Stefan Maierhofer, der auch bei Rapid gemeinsam mit Hoffer spielt, kennt die Vorzüge des Niederösterreichers natürlich besonders genau. "Er schießt zweimal aufs Tor und trifft zweimal. Er spekuliert sehr gut, taucht immer dort auf, wo der Ball hinfällt. Das macht einen guten Stürmer aus."

    Angebote. Was Prödl punkto Hoffers internationaler Klasse andeutete, könnte zum Leidwesen des Rapid-Anhangs schon bald Realität werden. Denn Hoffer hat sich wohl längst in zahlreiche Notizbücher renommierter Club-Scouts gespielt, auch am Mittwoch waren etliche Spione von Top-Vereinen in Klagenfurt anwesend. "Man muss schauen, ob es Angebote geben wird. Vielleicht bleibe ich aber auch in Österreich, alles ist offen", so Hoffer.


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