ÖBF-Team: Spry-Nachfolger Steverding schaut über den Gartenzaun hinaus
Der 45-jährige Deutsche hat im Laufe seiner Karriere nicht nur im Fußball gearbeitet.

Foto © GEPAMichael Steverding
Michael "Mike" Steverding hat das Erbe von Roger Spry angetreten und fungiert seit dem Teamcamp in Velden als sogenannter Athletik-Coach des österreichischen Fußball-Teams. Der 45-jährige Deutsche hat im Laufe seiner Karriere nicht nur im Fußball gearbeitet, sondern auch Sportler aus den Bereichen Handball, Basketball, Skispringen oder Biathlon unter seinen Fittichen gehabt.
Zur Verfügung. Diesen Erfahrungsschatz lässt Steverding in seine Arbeit mit den ÖFB-Kickern einfließen. "Denn man muss immer über den Gartenzaun hinausschauen, wir wollen komplette Athleten formen", stellte Steverding klar. Durch die im Vergleich zur Vereinsarbeit sehr beschränkt zur Verfügung stehenden Trainingszeit gilt es besonders effizient zu arbeiten.
Ideal. "Man muss in dieser kurzen Zeit die Fähigkeiten so betonen und herauskitzeln, dass die Spieler für den Matchtag ideal vorbereitet sind", weiß der Pfälzer, der zudem seine Erfahrung auch in das medizinische Betreuerteam einbringt und als Physiotherapeut tätig ist.
Facetten. Auf die Frage, welche Fähigkeiten ganz speziell Fußballer benötigen würden, meinte Steverding: "Um das zu erklären, müsste ich ein Referat über mehrere Stunden halten. Aber Fußball ist eine sehr komplexe Sportart mit vielen Facetten, die einen sehr kompakten Sportler erfordert. Man muss sehr ausgewogen trainieren", so Steverding, der die Attribute Ausdauer, Kraft, Robustheit, Gewandtheit, Schnelligkeit und Technik nannte.
Aktiver Handballer. Dass Fußball aber die komplexeste Ballsportart sei, könne man laut Steverding "nicht so stehen lassen". "Das sehen Handballer oder Basketballer sicher ganz anders", so Steverding, der als aktiver Sportler lange Handball gespielt hat. Steverding ist bereits seit 2002 für den ÖFB tätig und arbeitete zuvor als Projektleiter im medizinischen Bereich für das Projekt Challenge 2008, dem Förderkonzept für die Vorbereitung junger Spieler auf das internationale Niveau der A-Nationalmannschaft. In dieser Funktion betreute er vor allem das erfolgreiche U21-Nationalteam.
Therapeut. Im Fußballbereich hat Steverding vor seiner Zeit beim ÖFB für den Karlsruher SC (1989-1990) und den FC Saarbrücken (2001-2002) gearbeitet. Dazwischen war er u.a. Physiotherapeut des österreichischen Biathlon-Teams bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer oder Physiotherapeut im Rahmen der Nordischen Weltmeisterschaft 1999 in Ramsau.

















